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IHK Lübeck mahnt schnelleren Breitbandausbau an

Lübeck IHK Lübeck mahnt schnelleren Breitbandausbau an

Ausblick auf 2016: Kammer setzt auf erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und den doppelten Abitur-Jahrgang in Schleswig-Holstein.

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Lars Schöning (IHK Lübeck).

Lübeck. Das ist doch mal ein Ausblick! Die Wirtschaft im Hansebelt gehe mit großem Schwung ins neue Jahr, berichtet die IHK Lübeck. Volle Auftragsbücher bei der Industrie, ein gutes Weihnachtsgeschäft im Handel und gute Entwicklungen im Arbeitsmarkt seien wichtige Indikatoren für einen positiven Verlauf der Konjunktur, sagte Präses Friedrike C. Kühn. Das spiegele auch der Trend nach einer ersten Auswertung des IHK-Konjunkturklimaindexes wider. Mit 131 Punkten liegt er noch über dem Niveau des Vorjahres (125,1). Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmer hätten angegeben, dass sie in den kommenden Monaten mehr oder mindestens gleich bleibende Auftragseingänge erwarten. Ein Thema aber schlägt der Kammer auf den Magen: Die immer noch unbefriedigende Breitbandversorgung in Schleswig-Holstein — zum Nachteil vor allem mittelständischer Unternehmen.

Beim Ausbau des Breitbandnetzes im Land, vor allem in ländlichen Regionen, verlangt die IHK mehr Tempo. „Die digitale Anbindung von Firmen ist der wichtigste Standortfaktor geworden“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning mit Bezug auf eine Umfrage unter Unternehmern. Das Land müsse dringend Versorgungslücken schließen und dem Mittelstand die besten Voraussetzungen für den Wettbewerb liefern, forderte Schöning. „Das muss schneller gehen!“ Sonst drohten Nachteile gegenüber anderen Regionen.

Ansonsten? Viele Lichtblicke: Besonders die Tourismusbranche bereitet der IHK Freude. Sie habe erneut auch außerhalb der Sommerzeit Zuwächse verzeichnet. Auch der Arbeitsmarkt sei noch einen Tick besser als vor Jahresfrist. Der Kreis Stormarn habe seit Monaten faktisch Vollbeschäftigung. „Und in den Kreisen Segeberg und Ostholstein ist die Erwerbslosigkeit ebenfalls niedrig“, so Kühn.

Ein Schwerpunkt der IHK-Arbeit im neuen Jahr soll die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sein. „Ohne dabei die Aufgabe der Arbeitsagentur machen zu wollen“, betonte Schöning. Mit qualifizierten Flüchtlingen will die Kammer dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Schöning geht davon aus, dass mittelfristig jeder zweite Flüchtling, der hier bleiben darf, für den Arbeitsmarkt nutzbar ist. Allererste Maßnahme für Asylbewerber müsse vor allen anderen Qualifizierungen das Erlernen der deutschen Sprache sein. Den Fachkräftemangel allein durch die Zufuhr von Flüchtlingen beheben zu können, hält Schöning jedoch für eine Utopie. Er setzt dabei auf ein anderes Pferd: Der doppelte Abi-Jahrgang in Schleswig-Holstein (G8 und G9), sei — anders als oft beschrien — kein Risiko, sondern eine große Chance. „Her damit!“, sagte Schöning. „Diese jungen Leute bringen wir in der Wirtschaft spielend unter.“ Der IHK-Chef erneuerte dabei sein Plädoyer für den dualen Ausbildungsgang. Dauer-Thema für die IHK bleibt auch 2016 der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die Aufnahme einer östlichen Elbquerung in den Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans sei zwar ein erster Erfolg. „Er nützt uns aber nichts, so lange die Verlängerung der A 21 von Bargteheide über Geesthacht bis zur A 7 keine Aufwertung durch Aufnahme in den vordringlichen Bedarf findet“, beklagte Schöning.

Das negative Olympia-Referendum in Hamburg ist für die Kammer „eine verpasste Chance für Norddeutschland“. Die anderthalbjährige Vorbereitungszeit sei aber nicht vergebens gewesen. Die Metropolregion sei im In- und Ausland in den Fokus gerückt. „Wir sollten diese Impulse nutzen.“ Curd Tönnemann

LN

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