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IWF: Gefahr durch „Brexit“

Washington IWF: Gefahr durch „Brexit“

Währungsfonds befürchtet globale Schäden — Wachstum stagniert.

Washington. Der Internationale Währungsfonds sieht falsche Weichenstellungen in der Politik als eines der größten Risiken für das Wachstum der Weltwirtschaft. Das Wachstum sei zu lange zu schwach gewesen. „Schwächeres Wachstum heißt weniger Raum für Fehler“, sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld und richtete einen eindringlichen Appell an Regierungen in aller Welt.

„Wir sind nicht im Alarmzustand, aber im Stadium der Wachsamkeit“, betonte er.

Den möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sieht er als eine der größten Gefahren. „Ein „Brexit“ kann zu erheblichen regionalen und weltweiten Schäden führen, indem er traditionelle Handelsbeziehungen unterbricht“, sagte Obstfeld. „Es ist schwer zu erkennen, wie das positiv werden könnte.“

Die Aussichten für die Weltwirtschaft trüben sich der neuesten IWF-Prognose zufolge weiter ein. Die globale Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr nur um 3,2 Prozent und im kommenden Jahr nur um 3,5 Prozent wachsen, schätzt der IWF in seiner gestern in Washington vorgestellten Frühjahrsprognose. 2015 hatte es ein weltweites Wachstum von 3,1 Prozent gegeben. Schaden könne auch die politische Diskussion im US-Wahlkampf. Bewerber wie Donald Trump stellen globale und regionale Handelsabkommen in Frage. Der Blick richte sich zunehmend nach innen und drohe in Protektionismus zu münden, sagte Obstfeld.

Im Januar hatte der IWF noch ein weltweites Wachstum von 3,4 Prozent für 2016 und von 3,6 Prozent für 2017 vorhergesagt. Grund für die nun abgesenkte Prognose seien neben politischen Unsicherheiten und wachsenden Risiken auf den Finanzmärkten vor allem Probleme in Schwellenländern.

China, Russland, Brasilien — die einstigen Hoffnungsträger — sind inzwischen zu Problemländern für die Weltwirtschaft geworden. Der IWF sieht massive Kapitalabflüsse aus diesen Ländern, weil Anleger nach der Finanzkrise inzwischen wieder sicherere Optionen in Industrieländern bevorzugen. Einige Schwellenländer, darunter Russland, Venezuela und Nigeria, hat der niedrige Ölpreis in die Problemzone getrieben, in anderen habe der Klimawandel zu Dürren und Flutkatastrophen beigetragen.

LN

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