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Ikea sucht Grundstücke in Deutschland

Magdeburg Ikea sucht Grundstücke in Deutschland

Der Möbelkonzern will expandieren – Geeignete Flächen sind knapp – Auch andere haben wegen Auflagen Probleme.

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In Magdeburg eröffnet Ikea heute ein neues Möbelhaus. Die Suche nach dem passenden Grundstück hat zehn Jahre gedauert.

Quelle: Foto: Peter Gercke/dpa

Magdeburg. Der Umsatz im Möbelhandel hat im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 33,7 Milliarden Euro zugelegt, berichtet der Branchenverband BVDM. Mehrere Unternehmen wollen deshalb expandieren, müssen dafür aber erstmal Grundstücke finden. Das kann Jahre dauern.

Der schwedische Konzern Ikea zum Beispiel, der im Vergleich zu anderen Häusern in Deutschland den größten Umsatz macht, plant mehrere neue Möbelhäuser. Die Filialzahl soll auf lange Sicht von 52 auf deutschlandweit 70 steigen. Fünf davon sind bereits konkret neu geplant. Heute öffnet ein Einrichtungshaus in Magdeburg, das erste in Sachsen-Anhalt. Bisher sind die Kunden bis in die Nachbarbundesländer gefahren.

Man habe zehn Jahre lang nach einem Grundstück in Magdeburg gesucht, sagte Ikea-Sprecherin Chantal Gilsdorf. Drei Kriterien seien wichtig: Die Verkehrsanbindung, rechtliche Vorgaben und die Grundstücksgröße. Für ein neues Möbelhaus braucht das Unternehmen 60000 bis 80000 Quadratmeter Platz. Das entspricht in etwa zehn Fußballfeldern. Schnell erreichbar sollen die Gelände auch sein, im Idealfall in höchstens 20 bis 40 Minuten Fahrzeit.

Nicht nur die Schweden, auch andere sind auf Expansionskurs: Die XXXLutz-Gruppe aus Österreich will die Zahl der Mömax-Häuser in Deutschland in den nächsten drei Jahren von derzeit 34 um zwölf weitere steigern. Zu den 39 XXXL-Einrichtungshäusern sollen zudem mindestens fünf weitere hinzukommen, sagt ein Sprecher. Möbel Höffner eröffnete 2016 ein neues Haus in Berlin, will sich zur weiteren Strategie aber nicht äußern. Der Möbelhändler Roller schreibt online: „Wir suchen bundesweit Verkaufsflächen“.

In einigen Großstädten und Ballungsgebieten wie dem RheinMain-Gebiet gebe es zwischen Möbelhäusern einen ausgeprägten Wettbewerb, sagt André Kunz, Geschäftsführer des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM). „Das ist ja ein offenes Geheimnis.“ Die Möbelriesen brauchen nicht nur große Flächen mit kaufwilligen Menschen in der Nachbarschaft, sie müssen ihre Häuser auch genehmigt bekommen. Speziell am Stadtrand gebe es für Neubauten auf der grünen Wiese bestimmte Auflagen, erklärt Michael Reink vom Handelsverband HDE. Große Möbelhäuser dürften dort oft nicht auf unbegrenzter Fläche Waren wie Geschirr, Bettwäsche oder Dekorationen verkaufen. Die Idee dahinter: Viele Kommunen wollen ihre Innenstädte schützen. Läden, die wichtige Dinge zur Versorgung der Menschen anbieten, sollen zentral liegen. Sebastian Deppe von der Handelsberatung BBE sagt, die Vorgaben schränkten die Standortwahl natürlich ein: „Es muss von Fall zu Fall mit Gutachten geklärt werden, wie stark ein neuer großer Händler in Randgebieten insbesondere die Geschäfte in den Innenstädten negativ beeinflusst.“

LN

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