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Immer mehr Betriebe bieten dauerhafte Jobs

Kiel/Lübeck Immer mehr Betriebe bieten dauerhafte Jobs

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein brummt. Die Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent im Dezember 2017 ist laut Agentur für Arbeit die niedrigste seit einem Vierteljahrhundert. Besonders erfreulich: Der saisonal übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit fällt immer schwächer aus. 

Die Aussichten auf wachsende Beschäftigung sind rosig.

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Kiel/Lübeck. Es ist ein Arbeitsmarkt der positiven Rekorde, den die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern vorgestellt hat: Seit einem Vierteljahrhundert gab es in einem Dezember in Schleswig-Holstein nicht so wenige Arbeitslose. Lübeck verzeichnet die niedrigste Quote unter den kreisfreien Städten. Der saisonal übliche Anstieg an Menschen ohne Job fällt deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Ein Indiz dafür, dass Betriebe angesichts des Fachkräftemangels gelernt haben: Sie halten ihre Mitarbeiter vermehrt über den Winter. Insbesondere neue Hotels entfalteten diesbezüglich eine Sogwirkung, teilte die Arbeitsagentur Lübeck mit.

Der Arbeitsmarkt brummt. „Die insgesamt positive Entwicklung hat sich fortgesetzt“, bilanzierte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord. Es freue sie besonders, dass alle Personen- und Altersgruppen – bis auf arbeitslose Flüchtlinge – von der stabilen wirtschaftlichen Situation profitierten. 89 500 Menschen waren im Dezember 2017 arbeitslos gemeldet (Quote: 5,8 Prozent). Landesbester Kreis ist Stormarn (3,3). Lübeck wartet mit der niedrigsten Arbeitslosenquote (8,1 Prozent) unter den kreisfreien Städten auf. Negativer Spitzenreiter ist Kiel (8,7).

Besonders erfreulich: Der saisonal übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit fällt immer schwächer aus. „Der zunehmende Wettbewerb um Fachkräfte bewegt viele Unternehmen, ihre eingearbeiteten Mitarbeiter langfristiger zu binden“, sagt Olga Nommensen, Sprecherin der Arbeitsagentur Lübeck. Im Gegensatz zu früher böten etwa neue Hotels in Ostholstein überwiegend Dauerbeschäftigung an.

Das Kieler Wirtschaftsministerium sieht eigene Bemühungen von Erfolg gekrönt. Die wachsende Zahl an Gästen, die außerhalb der Hochsaison in den Norden kommen, spiegele sich auch in der niedrigeren Arbeitslosenzahl wieder, sagte Staatssekretär Thilo Rohlfs. In den Augen der IHK Lübeck tun Arbeitgeber, die Mitarbeiter rund ums Jahr beschäftigen, auch etwas für ihr Image. „In den letzten Jahren berichten uns Hoteliers immer häufiger, dass sie ihr Personal gezielt längerfristig binden“, bestätigt Johannes Grunwald. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei es den Unternehmen hierdurch möglich, als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Laut BA-Regionaldirektion will auf diese Weise neben der Hotellerie in erster Linie die Baubranche verhindern, mit Saisonbeginn im März vor einem abgefischten Fachkräftemarkt zu stehen.

Die Aussichten auf wachsende Beschäftigung sind rosig. Die Nachfrage nach Arbeitskräften werde sich in den nächsten Monaten noch verstärken, erklärte Haupt-Koopmann. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sagt für Schleswig-Holstein 2018 einen Beschäftigungszuwachs um 2,1 Prozent voraus – im Bundesvergleich der drittbeste Wert. Für den Agenturbezirk Lübeck erwarten Experten weitere 3300 Menschen in Lohn und Brot. 

Von Curd Tönnemann

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