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Immer mehr Millionäre im Norden

Kiel Immer mehr Millionäre im Norden

Die Schere zwischen Arm und Reich in Schleswig-Holstein klafft auseinander. Das zeigt eine Erhebung, die das Statistikamt Nord veröffentlicht hat: Rund zwei Drittel der Beschäftigten im Land verdienten 2013 weniger als das Durchschnittseinkommen, das bei 35443 Euro lag. Grund dafür sind die 547 Einkommensmillionäre, die den Schnitt kräftig anhoben.

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„Schleswig-Holstein ist der Lohnkeller des Westens.Uwe Polkaehn Vorsitzender DGB Nord

Kiel. Die Zahl der Menschen, die über ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als einer Million Euro verfügen, wächst deutlich. Im Jahr 2013 waren das im Land genau 547 Personen. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 515. „Diese Zahlen werden aus der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik entnommen“, erklärt Christian Böse von der Pressestelle des Statistikamts Nord. Da es möglich ist, die Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend einzureichen, konnten die Zahlen aus dem Jahr 2013 erst jetzt veröffentlicht werden.

Insgesamt brachten die 1,37 Millionen Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen 2013 Einkünfte in Höhe von insgesamt 48,58 Milliarden Euro nach Hause. Im krassen Gegensatz zum Einkommen der 547 Spitzenverdiener steht dabei, dass die Hälfte aller Einkommen höchstens 25381 Euro betrug. Das war aber immerhin etwas mehr als 2010, damals hatte die Hälfte aller Steuerpflichtigen ein Einkommen von höchstens 23178 Euro. Das Gesamteinkommen lag vor sieben Jahren bei 43,34 Milliarden. Insgesamt hat sich das durchschnittliche Einkommen je Steuerpflichtigem seit 2010 um 3195 Euro erhöht.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, warnt aber angesichts der Schere zwischen den Einkommen: „Das Gift dieser sozialen Spaltung bedroht unsere Gesellschaft Jahr für Jahr mehr.“ Die unteren Einkommen müssten massiv gesteigert werden. Polkaehn:„Schleswig-Holstein ist der Lohnkeller des Westens. Deshalb muss hier der Einsatz für faire und tarifliche Bezahlung und eine auskömmliche Rente besonders groß sein.“ Das sei nicht nur Sache der Sozialpartner, sondern auch der Landes- und Bundesregierung, von den Mindestlohnkontrollen bis zur Steuergesetzgebung. „Das Land muss mit gutem Beispiel vorangehen, etwa mit dem tariftreuen Vergabemindestlohn von 9,99 Euro“, sagt der DGB-Vorsitzende.

Unter den vier kreisfreien Städten wurde das höchste Einkommen 2013 übrigens in Lübeck erzielt. Der Durchschnitt lag hier bei 30620 Euro, dicht gefolgt von Kiel mit 30326 Euro. In Flensburg verdienten die Menschen durchschnittlich 28928 Euro, Schlusslicht war Neumünster mit 28882 Euro.

Die höchsten Einkommen in den Kreisen hatten die Menschen, die um Hamburg herum leben. Drei der vier an die Hansestadt angrenzenden Kreise erzielten die höchsten Durchschnittseinkommen. An der Spitze lag – wie 2010 – der Kreis Stormarn mit 42 662 Euro. Schlusslicht war wieder Dithmarschen mit 32 566 Euro. Auf Gemeindeebene reichte die Spanne von 20 117 Euro in Friedrichsgraben (Kreis Rendsburg Eckernförde) bis 109 387 Euro in Reußenköge (Kreis Nordfriesland). Dort sind viele Einwohner an Windparks beteiligt. lj

LN

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