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Impfstoff gegen die Ebola-Seuche

Burgwedel Impfstoff gegen die Ebola-Seuche

Niedersächsische Firma startet im kommenden Jahr die weltweit erste Massenherstellung.

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Der US-Pharmakonzern Merck & Co. investiert zweistellige Millionenbeträge in seinen Standort Burgwedel.

Quelle: Holger Hollemann/dpa

Burgwedel. Im Norden der Region Hannover entsteht die weltweit erste Massenproduktionsstätte von Impfstoffen gegen das todbringende Ebola- Virus. Der US-Pharmakonzern Merck & Co. investiert dafür zweistellige Millionenbeträge in seinen Standort Burgwedel. Bereits im kommenden Jahr soll die Herstellung des Impfstoffes beginnen, Ende 2017 will ihn Merck & Co. zur endgültigen Zulassung einreichen. „Für uns ist das eine Riesennummer“, sagte der Geschäftsführer der für die Fertigung verantwortlichen Konzerntochter Burgwedel Biotech, Fons Verhaegen.

„Für uns ist das eine Riesennummer.“ Fons Verhaegen, Burgwedel Biotech

Während der Ebola-Epidemie in Westafrika, die erst Anfang 2016 für beendet erklärt worden war, hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO den Weg zur Beschleunigung der umfangreichen Tests für Impfstoffe freigemacht. Das Präparat von Merck & Co., das aufgrund der Namensgleichheit zum deutschen Merck-Konzern außerhalb Nordamerikas nur unter dem Namenskürzel MSD auftritt, stellte sich als das beste im Vergleich heraus.

Klinische Studien mit mehr als 15000 Probanden zeigten eine hundertprozentige Wirksamkeit. Sechs bis zehn Tage nach dem einmaligen Verabreichen einer Spritze waren die Menschen geschützt. Die Genfer Impfstoff-Allianz Gavi hat inzwischen fünf Millionen Dollar für die weitere Entwicklung zur Verfügung gestellt. Merck versicherte im Gegenzug, eine Notration des Impfstoffes schon jetzt vorzuhalten. Die Massenproduktion in Burgwedel werde außerdem lediglich kostendeckend arbeiten, hieß es. Gewinne soll der weltweit fünftgrößte Pharmakonzern damit nicht erwirtschaften.

Das Werk in Burgwedel werde künftig – wenn nötig – mehrere Millionen Dosen im Jahr herstellen können, sagte Verhaegen. Den Zuschlag bekam der Standort, der eigentlich auf Impfstoffe für Haus- und Nutztiere spezialisiert ist, weil er ohnehin mitten in der Expansion steckt. Denn es sollte schnell gehen. Ein Teil der Werkserweiterung in direkter Nähe zu Ikea an der A 7 wird jetzt für das Ebola- Impfprojekt verwendet. Die für 2016 und 2017 veranschlagten Investitionen wachsen von 36 auf 60 Millionen Euro. Die Belegschaft soll um gut 50 auf 200 Mitarbeiter wachsen. „Wir brauchen dringend erfahrene Fachkräfte“, meinte Verhaegen. Unter anderem suche man Laboranten, Pharma- und Chemikanten.

Weder die Beschäftigten noch Anlieger oder Behörden müssten sich um die Sicherheit der Produktion sorgen, betonte der Manager. „Es besteht keinerlei Risiko, sich anzustecken.“ Bei der Produktion werde nur ein stark abgeschwächter „Lebendimpfstoff“ verwendet, der keine Erkrankung auslösen könne. Auf diese Weise würden auch klassische Impfstoffe etwa gegen Masern, Windpocken oder Röteln produziert. Die Herstellung erfordere auch keine Hochsicherheitsbereiche. Produktionstechnisch sei das Ebola-Mittel ein Impfstoff wie jeder andere. Behörden und Anlieger hat der Konzern bereits über das Vorhaben informiert.

 Lars Ruzic

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