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In Deutschland ist jeder Sechste von Armut bedroht

Wiesbaden In Deutschland ist jeder Sechste von Armut bedroht

Quote in Schleswig-Holstein weiter gestiegen.

Wiesbaden. Wirtschaft und Arbeitsmarkt brummen – dennoch waren im Westen Deutschlands zuletzt mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren. Im Osten hingegen verläuft die Entwicklung – mit Ausnahme von Berlin – genau andersherum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In Schleswig-Holstein müssen mehr Menschen mit Armut rechnen als noch vor zehn Jahren.

Bundesweit war im vergangenen Jahr fast jeder Sechste von Armut bedroht. Das höchste Armutsrisiko wies Bremen auf, gefolgt von Berlin. 2015 galten in den alten Bundesländern 14,7 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet, das waren 1,5 Prozentpunkte mehr als 2005. Außer Hamburg lagen alle westdeutschen Länder über dem Niveau des Jahres 2005. Die gesamtdeutsche Quote lag 2015 bei 15,7 Prozent. Am stärksten erhöhte sich das Armutsrisiko demnach in Nordrhein-Westfalen, und zwar um 3,1 Punkte auf 17,5 Prozent. Die Armutsgefährdungsquote misst den Anteil der Bevölkerung, der aufgrund seiner Einkommenssituation mit dem Risiko leben muss, in Armut abzurutschen. Die Grenze liegt bei 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens der vergleichbaren Gesamtbevölkerung.

LN

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