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In den USA geht Volkswagen in die Knie

San Francisco In den USA geht Volkswagen in die Knie

Es waren harte Verhandlungen in den USA. Dort hat der VW-Skandal seinen Ursprung. Nun ist klar: Das Debakel wird für den Konzern sehr teuer.

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Abgas-Skandal: VW muss in den USA 13 Milliarden Euro zahlen

Macht angesichts der Diesel-Krise ein langes Gesicht: Der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller.

Quelle: dpa

San Francisco. Es ist eine gigantische Summe, die VW im Dieselskandal schultern muss. 14,7 Milliarden Dollar (13,3 Milliarden Euro) dürfte der Konzern für die Abgasmanipulationen zahlen müssen. Den größten Teil sollen betroffene US-Kunden bekommen. Die wichtigsten Antworten für Verbraucher.

Zukunft mit E-Autos

VW-Konzernchef Matthias Müller hatte vor wenigen Tagen eine neue Konzernstrategie angekündigt. Elektroautos und dem autonomen Fahren soll die Zukunft gehören. Der größte Umbau in der Konzerngeschichte kostet viel Geld. Das droht bei Forschung und Entwicklung zu fehlen. Management und Betriebsrat führen deshalb Gespräche zu einem „Zukunftspakt“.

Wozu wurde VW verdonnert?

Der Konzern hat mit US-Klägern einen Vergleich ausgehandelt. Demnach muss VW die knapp 15 Milliarden Dollar für verschiedene Dinge ausgeben: für einen Umweltfonds und die Förderung von emissionsfreien Autos etwa. Der weitaus größte Teil wird aber an Kunden fließen, die in den USA einen manipulierten VW oder Audi besitzen. Ein Richter muss dem Vergleich allerdings noch zustimmen.

Wie hoch ist die Entschädigung für US-Kunden?

Die reine Entschädigung für Autobesitzer soll zwischen 5100 und knapp 10 000 Dollar pro Fahrzeug liegen. Das kommt darauf an, wie alt das Auto ist. Zusätzlich muss der Konzern den Kunden anbieten, ihre Autos zurückzukaufen. Die Diesel-Besitzer sollen dabei so viel Geld bekommen, wie ihr Auto vor Bekanntwerden der Manipulationen wert war.

Wird es in den USA keinen Rückruf geben wie in Deutschland?

Jein. Generell haben US-Kunden eine Wahlmöglichkeit: Entweder Rückruf mit einer Nachbesserung oder Rückkauf, also Rückgabe. Diese Varianten stehen in Deutschland und Europa nicht zur Auswahl.

Dafür hat der Rückruf hierzulande schon begonnen und in den nächsten Wochen soll er weiter Fahrt aufnehmen, so dass zum Jahresende alle 2,5 Millionen Diesel in Deutschland nachgebessert sein könnten.

In den USA hat VW bis Mai 2018 Zeit, um sich technische Nachbesserungslösungen von den Behörden absegnen zu lassen.

Was bedeutet eine Entscheidung in den USA für deutsche Kunden?

Volkswagen hat betont, dass eine Entschädigung wie in den USA in Europa und damit auch in Deutschland nicht infrage komme. Vorstandschef Matthias Müller selbst hat das Ende April ausgeschlossen.

Verbraucherschützer kritisieren, dass Kunden in den USA mehr bekommen sollen. Einige Anwaltskanzleien haben sich zum Ziel gesetzt, auch für betroffene Autobesitzer in Europa Schadenersatz zu erstreiten. Die Erfolgsaussichten sind aber aufgrund der unterschiedlichen Rechtssysteme ungewiss.

Ist die Abgas-Affäre für VW nach einer US-Lösung ausgestanden?

Nein. Zum einen müssen sich nicht alle Kläger in den USA einem Vergleichsvorschlag anschließen und können individuell weiter klagen. Zum anderen muss VW auch außerhalb der USA viele Verfahren bewältigen. In Deutschland fordern Kunden ebenfalls Entschädigungen oder Rückkäufe.

Wie haben deutsche Gerichte bisher entschieden?

Gerichte haben hier in ersten Instanzen unterschiedlich geurteilt. Überwiegend blitzten die Kläger ab. Zudem fühlen sich zahlreiche VW-Aktionäre von dem Konzern zu spät über die Manipulationen informiert. Sie wollen sich Kursverluste erstatten lassen. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein beriet dazu bereits Kunden.

Was ist, wenn die Gewährleistung für den Wagen abläuft?

Üblicherweise verjähren die Ansprüche zwei Jahre nach Übergabe des Neuwagens an den Käufer. VW will bis Ende 2017 auf die „Verjährungseinrede“ verzichten.

LN

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