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Wirtschaft im Norden Hansebelt blickt in die Zukunft
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20:16 29.11.2018
Sie diskutierten am Donnerstag in der Lübecker MuK (v.l.): Per Ledermann, Uwe Bögershausen, Bernd Buchholz, Vanessa Seifert Muriel Helbig und Lennart Schulenburg diskutieren in der Muk in Lübeck. Quelle: Olaf Malzahn
Lübeck

Mit einem Kongress hat die Unternehmerinitiative Hansebelt ihr Zehnjähriges gefeiert. 260 Gäste folgten der Einladung in die Rotunde der MuK und folgten einer hochkarätig besetzten Talkrunde. Das Motto: Zukunftsregion Hansebelt – Entwicklung selbst gestalten.

„Nicht sollte, wollte oder könnte“, mahnte Unternehmer Ralf Dümmel, bekannt aus der Vox-Serie „Die Höhle der Löwen“. Die Kernbotschaft des Chefs der DS Produkte GmbH heißt: „Machen.“ Es seien Mut, Disziplin, Leidenschaft, das Know how und der Respekt, welche eine Idee zum Erfolg führe. „Können kommt von Wollen“, so Dümmel, der als Hauptschüler mit nachgeholtem Realabschluss seine Karriere mit einer Ausbildung bei Möbel Kraft begonnen habe. Über die Chancen der Region diskutierten Wirtschaftsminister Bernd Buchholz mit Uwe Bögershausen, Finanzvorstand der Lübecker SLM Solutions Group AG, Per Ledermann, Vorstandsvorsitzender der Ahrensburger Edding AG, Lennart Schulenburg, Verkaufs- und Marketingchef der Stockelsdorfer Firma Visiconsult und Muriel Helbig, Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck. Die Moderation hatte Vanessa Seifert, stellvertretende Lokalchefin beim Hamburger Abendblatt. Laut Buchholz könne die Region „stärker sein.“ Der Norden der Republik wachse langsamer als der Süden, sagte Buchholz. „Wir haben noch eine Aufholjagd vor uns“, sagte der Politiker, der davor warnte, kleinteilig zu denken. „Hansebelt bietet eine Riesenchance für Unternehmen und die Region“, so Buchholz, der auf mehr Digitalisierung, mehr Flächen für Unternehmensansiedlungen, innovative Ideen und mehr Unterstützer sowie einen Transfer zwischen den Universitäten setze. „Wir sind gut unterwegs, aber noch nicht gut genug“, sagte Buchholz. Gerade die von der Belttrasse betroffenen Bundesländer brauchten ein geschärfteres Maß an Kooperation.

Lennart Schulenburg nannte Tugenden wie Bodenständigkeit und Ehrlichkeit als hanseatische Grundsätze, die „extrem wichtig“ seien. „Das macht unsere Region so erfolgreich“, sagte Schulenburg. „Digitalisierung heißt nicht, dass wir unsere Werte aufgeben müssen.“ Beides sei wichtig. „Hansewelt ist Zukunftswelt, und Fehmarnbelt kommt wie bestellt“, prophezeite Bernd Jorkisch, Chef der Unternehmerinitiave. „Natürlich“ sollten auch Fähren den Belt queren, „aber wir brauchen den Belttunnel als Tunnel der Rekorde, und als Bindeglied einer europäischen Zukunftsregion zwischen Hamburg und Kopenhagen, Malmö und darüber hinaus“, rief Jorkisch den Gästen zu. Als einer, der vom Baltikum „immer die Idee hatte, den Ostseeraum als Zukunftsregion zu begreifen“, begrüßte Jorkisch Ex-Ministerpräsident Björn Engholm unter den Gästen.

Rüdiger Jacob

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