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Jan-Philipp Fug ist der Mann mit den vielen Kabeln

Lübeck Jan-Philipp Fug ist der Mann mit den vielen Kabeln

Der 28-Jährige arbeitet bei der Lübecker Maschinenfabrik Greif-Velox.

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Jan-Philipp Fug (28) hievt die große Menge Kabel an seinen Arbeitsplatz, einen vollautomatischen XXL-Luftpacker.

Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob

Lübeck. „Technik, das war schon immer mein Ding“, sagt Jan-Philipp Fug. Bei der Lübecker Greif- Velox Maschinenfabrik GmbH hat er den Beruf des Mechatronikers gelernt. Da dem 28-Jährigen aber die Elektrik mehr liegt als die Mechanik, konnte Fug sich einem neuen, für ihn interessanteren Tätigkeitsfeld zuwenden. Zur täglichen Arbeit Fugs gehören die vielen Kabel und die elektrischen Verbindungen. Diese werden in die bei Greif-Velox entwickelten Abfüll- und Palettieranlagen verbaut. In naher Zukunft könnte für ihn auch eine Weiterbildung zum Techniker mit einer Spezialisierung auf bestimmte Anlagen wie Roboter oder Greifsysteme anstehen, erzählt der Mitarbeiter.

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Der 28-Jährige arbeitet bei der Lübecker Maschinenfabrik Greif-Velox.

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Einer der täglichen Arbeitsschritte Fugs ist die Installation der vielen Verbindungskabel zwischen dem kleinen Schaltschrank und den anderen Elementen der großen Maschine. Der Schaltschrank ist so etwas wie das computergesteuerte Gehirn des Automatens. Etwa 50 bis 70 Meter Strippen werden in so einen XXL- Apparat verbaut, damit über den Schaltkasten die gewünschten Arbeitsgänge aktiviert werden können. So ein Kabel enthält viele Adern, und die muss Fug richtig verbinden – eine akribische Arbeit.

Luftpacker oder Ventilsackanlage heißt das spezielle, nach Kundenwunsch gefertigte Riesending, das die verschiedensten Pulver wie Kartoffelstärkemehl oder Kieselsäure in Papiersäcke füllen kann. „Das macht der Automat mit Hilfe von Druckluft fast automatisch“, erklärt Fug. Der Luftpacker, der das Pulver genau abwiegt und dosiert, kann die einzelnen Säcke sogar selber zu den beiden Füllstutzen bringen. Dann wird das Material sozusagen hineingeschossen, und die befüllten Säcke können verschlossen und später ladegerecht palettiert zum Kunden transportiert werden.

Zurück zu der Strippenzieherarbeit von Jan-Philipp Fug: Zusammen mit seinen Elektrikerkollegen verarbeitet er jährlich 60000 Meter Kabel. „Die Jahresproduktion von Luftpackern wäre in der Lage, etwa 1,2 Millionen Tonnen Produkte abzupacken. Das entsprächen etwa 2753 A-380-Flugzeugen“, rechnet Dr. Alexander Mildner, Forschungs- und Entwicklungsleiter des Unternehmens, vor. Eine gigantische Menge, die sich die Luftpacker schnappen und die von Jan-Philipp Fug Kabel für Kabel verdrahtet werden.

Eine der ältesten Firmen weltweit

Greif-Velox beschäftigt 135 Mitarbeiter und zählt zu den ältesten Firmen in der Welt. Bereits im Jahre 1100 wird Greif erstmals im Zusammenhang mit einer von Mönchen im heutigen Mecklenburg-Vorpommern gegründeten Greifenmühle erwähnt. 1908 steigt das Unternehmen in den Maschinenbau mit der Entwicklung einer Waage ein. Etwa im Jahre 1930 wird die erste Absackanlage entwickelt. Das innovative Unternehmen expandiert unaufhörlich. Greif-Velox sucht noch Mitarbeiter im Bereich der Mechatronik, Elektrik, Soft- und Hardwareentwicklung.

Rüdiger Jacob

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