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Wirtschaft im Norden Jeder sechste Flug gestrichen
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21:21 27.10.2016
Der Streik bei Eurowings hat auch die Schwestergesellschaft Germanwings betroffen. Quelle: Marcel Kusch/dpa
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Köln

. Ein Streik beim Billigflieger Eurowings hat einen großen Teil des Flugbetriebs der LufthansaTochter lahmgelegt und 40000

Passagiere getroffen.

Nach Angaben der Airline fielen nahezu alle innerdeutschen Verbindungen aus. Auch im Europa-Verkehr hat es erhebliche Behinderungen gegeben. Insgesamt wurden 393 der 551 geplanten Eurowings-Flüge vor allem in Düsseldorf, Köln/Bonn, Stuttgart, Hamburg und Berlin gestrichen. In Hamburg fiel etwa jeder sechste Flug aus.

Nicht betroffen waren dagegen die Verbindungen von Hamburg nach Frankfurt und München, die von der Muttergesellschaft Lufthansa bedient werden. Dagegen fielen Flüge nach Köln/Bonn oder Stuttgart aus, ebenso zu Zielen wie Düsseldorf, Nürnberg oder Dresden. Unter den internationalen Destinationen fielen zum Beispiel Flüge von und nach Oslo, Wien, Budapest oder Barcelona den Streiks zum Opfer.

Fast alle betroffenen Kunden seien rechtzeitig informiert worden, sagte ein Eurowings-Sprecher. „Nur“ etwa 1000 seien am Vormittag zu den Flughäfen gekommen, um auf andere Linien oder die Bahn umzubuchen. Lange Schlangen an den Schaltern blieben aus.

Heute soll der Flugbetrieb Eurowings zufolge wieder regulär weitergehen. Laut Plan endete der Streik gestern um 24 Uhr. In der kommenden Woche müssen sich Kunden von Eurowings aber schon wieder auf massive Einschränkungen und Flugausfälle einstellen. Die Kabinengewerkschaft Ufo will den Arbeitskampf dann noch einmal ausweiten und an zwei Tagen zu weiteren Streiks bei der Lufthansa-Tochter aufrufen, sagte Ufo-Vorstand Nicoley Baublies. An welchen Tagen und zu welchen Zeiten der Ausstand weitergehen solle, gab die Gewerkschaft noch nicht bekannt.

Für heute ist außerdem eine Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft Verdi geplant, die ebenfalls einen Teil der Kabinenbeschäftigten bei Eurowings Deutschland vertritt. „Wir fordern sieben Prozent – also ein Prozent pro Jahr ohne Vergütungserhöhung“, sagte das Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle. Bei der Fluglinie habe es zuvor sieben Jahre keine Steigerung gegeben. Auch Verdi drohte für den Fall eines Scheiterns mit Streiks. „Die Verdi-Kolleginnen und -Kollegen sind hoch motiviert, bereits ab der kommenden Woche Warnstreiks durchzuführen“, sagte Christine Behle. In einem Schreiben auf der eigenen Homepage bat Ufo die betroffenen Passagiere um Verständnis. Man hätte gern auf den Arbeitskampf verzichtet, weil man sich den Passagieren und auch dem Arbeitgeber verbunden fühle.

Die Lufthansa-Tochter wollte wegen des 24-Stunden-Streiks den Gang zum Arbeitsgericht prüfen. „Wir werden jetzt juristisch untersuchen, wer für diesen Streik die Verantwortung trägt und behalten uns entsprechende rechtliche Schritte vor“, sagte ein Eurowings-Sprecher. Der Streik sei unverhältnismäßig.

LN

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