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Job mit Zukunft: Molkerei sucht Lehrlinge

Dechow Job mit Zukunft: Molkerei sucht Lehrlinge

Die Milchwirtschaft bietet viele Möglichkeiten / In Dechow werden seit einigen Jahren Bio-Produkte veredelt.

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Lenn Müller hat einen Notenschnitt von 1,0 und beste Aussichten auf eine Karriere in der Lebensmittelbranche. Fotos (2): Maik Freitag

Dechow. Lenn Müller ist Auszubildender im dritten Lehrjahr in der Gläsernen Molkerei in Dechow. Nach seinem Abitur wollte der jetzt 20-Jährige zunächst einen Beruf erlernen und hatte davon schon ziemlich genaue Vorstellungen. „Ich wollte etwas mit Lebensmitteln machen, um mich auf ein anschließendes Studium optimal vorzubereiten“, erklärte der Hamwarder.

Die täglich 55 Kilometer lange Anfahrtsstrecke nimmt der junge Mann in Kauf, zumal seine Arbeits- und Schulleistungen so gut sind, dass er die Ausbildung bereits nach zwei Jahren, am 1. August 2016, abschließen wird. „Lenn Müller steht derzeit 1,0. Das ist uns bisher auch noch nicht oft passiert“, sagt Petra Abs von der Marketingabteilung der Gläsernen Molkerei. Zumal Auszubildende heutzutage schwer zu finden sind. Drei sind derzeit in Dechow angestellt, in jedem Lehrjahr einer. Doch schon lange sind keine Bewerbungen mehr eingegangen. „Dabei bieten wir gleich zwei Ausbildungsberufe und dabei garantieren wir eine anschließende Übernahme“, so Petra Abs.

So könne man sich zum Milchtechnologen oder zur Milchtechnologin sowie zum Milchwirtschaftlichen Laboranten beziehungsweise Laborantin ausbilden lassen. Und dabei auch noch wählen, ob man in Dechow oder im zweiten Werk im brandenburgischen Münchehofe arbeiten will. „Wir bieten den Auszubildenden gute Möglichkeiten. Auch bei Praktika oder Schulvorstellungen sind wir gerne behilflich“, erklärt Petra Abs. Für den Auszubildenden Lenn Müller gab es nach dem Abitur zwei Möglichkeiten, in die Lebensmittelbranche einzusteigen. „Ich habe mich für Dechow und die Milch entschieden, denn nur mit dieser Ausbildung hier hat man diverse Möglichkeiten, später in mehreren Branchen eingesetzt zu werden. Milch ist fast überall vertreten“, so der 20-Jährige. Das zweite Werk Münchehofe steht für die Käseherstellung, erläutert Petra Abs. Die Bewerber können sich in vielerlei Hinsicht entscheiden und ihre Ausbildung dann beginnen.

In beiden Werken sind derzeit 50 Mitarbeiter beschäftigt. Während Dechow seit 2012 ausschließlich Bio-Milchprodukte produziert, ist es in dem seit 2010 produzierenden Betrieb in Münchehofe der Bio-Käse. Neu gibt es in Dechow seit Januar einen sogenannten Demeter-Joghurt. „Demeter steht für höchsten Standard. Darauf sind wir besonders stolz“, sagt Petra Abs. Der Öffentlichkeit werden die Produkte regelmäßig auf Veranstaltungen auf dem Gelände in Dechow vorgestellt. Frühlingsfeste oder der Tag der offenen Tür im vergangenen Jahr finden jede Menge Zuspruch. Mehrere 1000 Menschen kamen 2015 nach Dechow, um sich die Gläserne Molkerei und deren Produkte anzuschauen und zu probieren. „Es ist wirklich erstaunlich, von wo die Leute alle kamen. Es freut uns, wenn die Molkerei auch weit entfernt etwas Besonderes darstellt“, sagt Petra Abs, die Schulabgänger ermutigt, unter der E-Mail info@glaeserne-molkerei.de eine Bewerbung loszuschicken. „Man kann auch gerne vorbeischauen und zunächst eine Führung durch die Produktion machen. Dann weiß man, worauf man sich einlässt“, bietet sie an.

Die Molkerei

Am 18. April 2012 wurde der Molkereistandort in Dechow durch Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommerns, eröffnet. Nach dem Vorbild der Gläsernen Molkerei in Münchehofe ist auch dieser Betrieb eine gläserne Molkerei, in der Besucher alles Wissenswerte über die Herstellung von Bio-Milchprodukten erfahren.

Einen Tag später , am 19. April, hat der Gläserne Molkerei-Hofladen seinen Betrieb aufgenommen und bietet die molkereieigenen Produkte, regionale Spezialitäten sowie Bio-Lebensmittel an.

Die Produkte tragen das Siegel der Regionalmarke „Biosphärenreservat Schaalsee — Für Leib und Seele“.

LN

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