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Kampf um Tengelmann geht weiter

Berlin Kampf um Tengelmann geht weiter

Gabriel drängt auf Kompromiss – Hoffnungen auf Treffen der Supermarktchefs.

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Edeka will Kaiser’s-Supermärkte übernehmen – und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mahnt die Rettung von Arbeitsplätzen an.

Quelle: dpa

Berlin. Vor dem Krisentreffen zur Zukunft von Kaiser’s Tengelmann hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an die beteiligten Supermarktketten appelliert, eine Weg zur Rettung der Arbeitsplätze zu finden. Es drohe eine Zerschlagung des Unternehmens. Damit seien bis zu 8000 Arbeitsplätze gefährdet, warnte der SPD-Chef und Vizekanzler in Berlin.

„Das ist nur dadurch aufzuhalten, dass die beteiligten Unternehmen zu etwas bereit sind, zu dem sie vor dem Verfahren nicht bereit waren – nämlich, eine gemeinsame Lösung zu finden.“ Gabriel sagte, er wisse, dass es Unternehmen um ihre Stellung am Markt gehe. „Aber es gibt auch eine Verpflichtung gegenüber den Arbeitnehmern.“ Es gehe auch um den Ruf der Unternehmen.

Tengelmann-Eigentümer Karl- Erivan Haub, Edeka-Chef Markus Mosa und Rewe-Chef Alain Caparros wollen sich heute Abend treffen, um über die Zukunft von Kaiser’s Tengelmann zu sprechen. Möglicherweise soll auch Verdi-Chef Frank Bsirske am Krisengipfel teilnehmen. Verdi hatte das Treffen vermittelt. Der Handelsgipfel ist möglicherweise die letzte Chance, den Verlust von Tausenden Jobs bei Kaiser’s Tengelmann zu verhindern. Scheitern die Verhandlungen, könnte Haub schon morgen im Tengelmann-Aufsichtsrat die Weichen für eine Zerschlagung des Unternehmens stellen.

Eine Schlüsselrolle in dem Drama spielt Rewe. Das Unternehmen hat zusammen mit Markant vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eine Eilentscheidung erwirkt, die den Vollzug der Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka trotz Ministererlaubnis stoppt. Doch dürfte eine Einigung bei dem Spitzentreffen schwierig werden. Während Edeka und Tengelmann darauf hoffen, Rewe in letzter Minute zu einer Rücknahme seiner Klage zu bewegen, um doch noch den Weg für eine Komplettübernahme der Kette freizumachen, favorisiert Rewe-Chef Caparros offen eine „faire Aufteilung“ der angeschlagenen Handelskette.

LN

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