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Wirtschaft im Norden Karstadt-Verkauf: Kritik von Ver.di, Zustimmung von Handelsexperten
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Karstadt-Verkauf: Kritik von Ver.di, Zustimmung von Handelsexperten
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21:15 17.09.2013

Der überraschende Teilverkauf des Warenhauskonzerns Karstadt mit dem Vorzeigehaus KaDeWe an die österreichische Signa-Gruppe sorgt für Alarmstimmung bei den Beschäftigten. „Diese Übertragung bedeutet faktisch die Zerschlagung des Unternehmens“, sagte der Karstadt-Aufsichtsrat und Verhandlungsführer der Gewerkschaft Ver.di, Arno Peukes.

Investor Nicolas Berggruen habe sein Wort gebrochen, Karstadt als Ganzes zu erhalten. Peukes kritisierte, bisher fehle noch jede Transparenz, was die neuen Pläne für das Unternehmen und die Mitarbeiter bedeute und ob dadurch Arbeitsplätze in Gefahr seien. Ziel von Ver.di sei es deshalb nun, bei den anstehenden Tarifgesprächen einen Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrag durchzusetzen.

Bei Handelsexperten stieß der überraschende Coup Berggruens dagegen auf Zustimmung. Thomas Roeb von der Hochschule Bonn- Rhein-Sieg sagte, er sehe in dem Teilverkauf der Luxuskaufhäuser und der Sporthäuser sogar die „letzte Chance für Karstadt“. Die nun angekündigten Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro halte er für „das Minimum, was man braucht, um die Warenhäuser wieder auf die Spur zu bringen“. Auch der Handelsexperte Manfred Hunkemöller vom Kölner Institut für Handelsforschung sprach von einer „sinnvollen Maßnahme“, wenn das Geld in die verbleibenden Karstadt-Häuser investiert werde. Jörg Funder von der Fachhochschule Worms sprach von einem „schlauen Deal“.

LN

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