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Wirtschaft im Norden Kein Hering mehr nach Brexit?
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18:20 30.12.2017
Der Hering ist einer der bedeutendsten Speisefische. Jetzt bangen die Hochseefischer um ihre Fänge. Quelle: Fotos: Charisius/dpa, Fotolia
Hamburg

Der bevorstehende EU-Austritt Großbritanniens bereitet den deutschen Fischern Sorgen. Für die Hochseefischerei könne der Brexit im schlimmsten Fall bedeuten, dass keine Nordseeheringe mehr gefangen werden dürften, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hochseefischerei-Verbandes, Uwe Richter, jetzt in Schwerin. 100 Prozent der deutschen Heringsquote für die Nordsee würden in der britischen Wirtschaftszone gefangen. Außerdem komme ein nicht unerheblicher Teil der Makrelen, mindestes 50 Prozent, aus der 200-Seemeilen-Zone Großbritanniens. Der Hochseefischerei-Verband erhofft sich deshalb von den Brexit-Verhandlungen, dass die Fischer der EU-Mitgliedsstaaten wie bisher in der britischen Wirtschaftszone ihre Netze einholen dürfen – zumal auch die britische Fischindustrie Europa künftig als Absatzmarkt brauche, sagte Richter. „Der Zugang der Briten zum europäischen Binnenmarkt muss an den Zugang der europäischen Fischer zur britischen 200-Seemeilen-Zone gekoppelt werden“, forderte er.

Richter sagte zudem: „Unser Ziel muss es auch sein, ein Agreement zur künftigen gemeinschaftlichen, nachhaltigen Bewirtschaftung der Fischbestände zu erzielen.“

LN

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