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Keine Neubauten für Lloyd Werft: Angst vor Jobverlusten

Bremerhaven Keine Neubauten für Lloyd Werft: Angst vor Jobverlusten

Die Genting-Gruppe lässt künftig keine Schiffe mehr in Bremerhaven bauen – IG Metall erwartet Unterstützung der Bremer Politik.

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Erst im Herbst vergangenen Jahres war die asiatische Genting-Gruppe bei der Lloyd Werft in Bremerhaven eingestiegen.

Quelle: Ingo Wagner/dpa

Bremerhaven. Es war ein Traum, der jäh zerplatzte: Mit Enttäuschung und Wut haben die Mitarbeiter der Lloyd Werft auf die Entscheidung der malaysischen Genting-Gruppe gegen Schiffsneubauten in Bremerhaven reagiert. Die Beschäftigten seien verzweifelt und fürchteten um ihre Arbeitsplätze, sagte der Betriebsratschef der Lloyd Werft, Daniel Müller, gestern nach der Betriebsversammlung. Auf der Versammlung war das Aus für den Schiffsneubau offiziell bekanntgegeben worden. „Ab September hat die Werft keine Arbeit mehr“, sagte Müller. „Wir stehen von heute auf morgen vor der Situation, keine neuen Aufträge zu haben.“ Die Genting-Gruppe war erst im September 2015 bei der Lloyd Werft eingestiegen und hatte am Jahresende den Schiffbaubetrieb ganz übernommen.

Von Flusskreuzfahrtschiffen und Ozean-Kreuzlinern mit einem milliardenschweren Auftragsvolumen wurde ausgegangen.

„Wir haben alle geträumt und mitgeträumt“, sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bremerhaven, Karsten Behrenwald. Nach der Entscheidung der Genting- Gruppe, die neuen Schiffe nur noch in Wismar, Rostock und Stralsund zu bauen, sei es jetzt wichtig, dass der Eigentümer weiter zum Standort Bremerhaven stehe, so Behrenwald. Die Lloyd Werft soll sich künftig auf ihr Kerngeschäft konzentrieren:

Umbau und Reparaturen sowie den Bau von Megayachten. Behrenwald erwartet von der Bremer Politik, vor allem von Regierungschef Carsten Sieling (SPD), dass „zügig ein Gesprächstermin mit den Verantwortlichen der Genting-Gruppe vereinbart“ werde: „Bremerhaven darf nicht aus der Gruppe rausfallen. Genting darf sich nicht ausklinken.“ Der Vertrag zwischen Genting und Lloyd war Mitte September 2015 im Bremer Rathaus unterzeichnet worden. Beide Seiten sprachen damals von „einem historischen Moment“.

LN

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