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Wirtschaft im Norden Knabberkeks gegen Souvenir-Laden
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Knabberkeks gegen Souvenir-Laden
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20:21 15.09.2017
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Hannover

Bahlsen nennt seinen bekanntesten Butterkeks seit mehr als einem Jahrhundert nach Leibniz, die Universität Hannover führt den Namen des Hofrates seit 2006 im Namen. Probleme wegen des Markenrechts haben beide Einrichtungen aber erst, seit die Uni 2015 einen eigenen Souvenir-Shop sowie dessen Produkte mit Leibniz betitelt. Die Hochschule hat sich die Domain „Leibniz-Shop“ in allen möglichen Schreibweisen gesichert und diesen Namen auch beim Patentamt angemeldet.

„Dagegen wehren wir uns jetzt vor dem Landgericht Hamburg, die Klage ist diese Woche eingereicht worden“, sagt Bahlsen-Sprecher Christian Bahlmann. Von der Universität selbst gab es zunächst keine Stellungnahme. Ein Verhandlungstermin steht noch aus.

Die Bahlsen-Gruppe mit einem Jahresumsatz von 552 Millionen Euro sieht vor allem eine Verwechslungsgefahr mit ihrer Marke Leibniz, die sie schon 1897 hatte schützen lassen. „Es gibt immer wieder Versuche von Wettbewerbern, unsere Marken anzugreifen – dagegen müssen wir uns wehren“, sagt Bahlmann. „Wenn wir das nicht tun, droht die Gefahr, dass eine Marke „verwässert“ wird.“ Bahlsen hätte sich nach seinen Worten schon damit zufrieden gegeben, wenn der Souvenir-Laden der Uni unter dem Namen „Uni-Leibniz-Shop“ firmiert hätte – also auch im Namen klar wird, dass es sich um einen Shop der Universität handelt. „Leider erfolglos“, sagte der Sprecher. Stein des Anstoßes ist vor allem, dass der Souvenirladen nicht nur Shirts und Hefte mit dem aufgedruckten Hochschul-Logo vertreibt, sondern auch „Leibniz Sekt“ oder „Leibniz Tee“.

LN

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