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Kosten Briefe bald 80 Cent?

Frankfurt/Main Kosten Briefe bald 80 Cent?

Post findet Porto zu günstig – Vorstand bringt eine Erhöhung ab 2019 ins Spiel.

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Frankfurt/Main. . Erst zum Jahreswechsel ist das Briefporto gestiegen – doch die Deutsche Post denkt schon an die nächste Erhöhung. Im europäischen Durchschnitt koste ein Brief 80 Cent, „das wäre sicher auch im wirtschaftlich stärksten Land Europas zu verkraften“, sagte Konzernvorstand Jürgen Gerdes der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der Brief sei hierzulande „immer noch sehr preiswert“. Teurer kann es aber frühestens 2019 werden.

„Gemessen am Serviceangebot“ sei das Verschicken eines Briefs in Deutschland sehr preisgünstig, sagte Gerdes. „Was da an Leistung geboten wird, ist auch im internationalen Vergleich beeindruckend.“ Das Porto für den Versand eines Standardbriefs innerhalb Deutschlands war zuletzt Anfang des Jahres um acht auf 70 Cent gestiegen. Es war der vierte Anstieg innerhalb von drei Jahren: Anfang 2013 waren die Kosten für einen Standardbrief von 55 Cent auf 58 Cent gestiegen, ein Jahr später auf 60 Cent und Anfang 2015 auf 62 Cent.

Die Bundesnetzagentur genehmigte auch die jüngste Erhöhung, verordnete der Post aber gleichzeitig eine Pause: Das Unternehmen darf vor Ende 2018 keine neuen Anträge auf Preiserhöhung stellen. Gerdes äußerte sich unzufrieden mit der Regulierungsbehörde. „Wir kämpfen wie die Löwen um jeden Brief. Es geht um 180 000 Arbeitsplätze, aber das scheint die Regulierung nicht zu interessieren“, sagte er. Als wahrer Jobmotor zeige sich dagegen das Paketgeschäft der Post: Allein in Deutschland seien in weniger als zwei Jahren mehr als 21 000 unbefristete Arbeitsplätze entstanden. Darunter sind demnach mehrere tausend Stellen, deren Inhaber zuvor nur befristete Verträge hatten. Schneller als geplant kommt die Pakettochtergesellschaft DHL im europäischen Ausland voran. Bis 2020 soll ein Paketnetzwerk in ganz Europa aufgebaut werden.

LN

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