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Kostenloses Girokonto könnte bald Geschichte sein

Lübeck Kostenloses Girokonto könnte bald Geschichte sein

Ist die Zeit der kostenlosen Girokonten bald zu Ende? Nach Einschätzung von Georg Fahrenschon (Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes) müssen sich Kunden flächendeckend auf Gebühren für die Kontoführung einstellen.

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„Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird.“ Georg Fahrenschon, DSGV-Präsident

Lübeck.  „Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird“, sagte der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) der „Bild“-Zeitung. Gründe dafür seien, dass den Instituten in der Niedrigzinsphase die Erträge wegbrechen würden und der Service am Kunden die Banken mehr koste.

Kommentar zum Thema: Das kostenlose Girokonto war nur ein Werbegag

In der Region Lübeck verlangen die meisten Kreditinstitute ohnehin bereits Gebühren – je nach Leistung unterschiedlich gestaffelt. Die Sparkasse zu Lübeck etwa berechnet für ihr Angebot „SB Online Plus“ eine Grundgebühr von monatlich 3,95 Euro, darin enthalten sind alle Überweisungen, die online oder am SB-Terminal getätigt werden. Für das Servicekonto wird eine Grundgebühr von 7,50 Euro pro Monat erhoben – sie beinhaltet alle Überweisungsarten, auch schriftliche mit Beleg. „Ein kostenloses Girokonto ist unter den aktuellen Gegebenheiten ein Widerspruch zu den Dienstleistungen, die seitens einer Bank oder Sparkasse erbracht werden müssen“, sagt Frank Schumacher, Vorstandschef der Sparkasse zu Lübeck.

Die Sparkasse Holstein hat im Februar neue Privatgiro-Kontomodelle eingeführt. „Sie reichen von einem kostenlosen Online-Konto für Hausbank-Kunden über ein SB-Modell bis zu einem Komfort- Konto für bis zu 8,95 Euro, das auch beleghafte Überweisungen einschließt“, sagt Sprecherin Judith Hoppe. Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg nimmt für ihr Giro- Online-Konto 2,95 Euro, für Giro- Classic 3,95 Euro und für Giro-Premium 7,95 Euro – im letzteren sind alle Überweisungsformen inklusive. Bei der Deutschen Bank reicht das Angebot vom db-AktivKonto (4,99 Euro) für Kunden, die ihre täglichen Bankgeschäfte weitgehend online oder über Bankingterminals erledigen möchten, bis hin zum db-BestKonto (9,99 Euro). Im Grundpreis seien in dieser teuersten Variante umfangreiche Leistungen enthalten.

„Das Junge Konto der Deutschen Bank ist kostenfrei und richtet sich exklusiv an Schüler, Auszubildende, Studenten und Bundesfreiwilligendienstleistende bis 30 Jahre“, erklärt ein Sprecher.

„Bei unserem kostenlosen Girokonto fallen keine Kontoführungsgebühren an. Bedingung ist ein monatlicher Geldeingang von 1200 Euro. Überweisungen sind weiterhin am SB-Terminal und beim Online-Banking kostenlos“, erklärt Commerzbank-Sprecherin Dagmar Baier. Die Niedrigzinsphase habe Auswirkungen auf die Gebühren. „Dabei gehen wir mit Augenmaß vor, um den Wachstumskurs im Privatkundengeschäft nicht zu gefährden“, so Baier.

Die Volksbank Lübeck nimmt Gebühren von 2,90 Euro (HanseIndividual) bis 12,90 Euro (HanseExklusiv plus). Die Hypovereinsbank bietet ein kostenloses Konto für Schüler, Auszubildende und Studenten bis 26 Jahre, die anderen Modelle kosten von 2,90 bis 14,90 Euro pro Monat. Diverse Direktbanken bieten auch kostenlose Online-Konten an.

Felix Hufeld, Präsident der Finanzaufsicht Bafin, sieht die Branche wegen des Zinstiefs unter Zugzwang. „Über Girokonten, Depots oder Kreditkarten zum Nulltarif mögen sich Kunden freuen. Mangels alternativer Ertragsquellen lässt sich dieses Angebot aber nicht auf Dauer aufrechterhalten“, sagt er.

 Christian Risch

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