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Wirtschaft im Norden Kreuzfahrt-Rekord in Hamburg
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20:35 12.09.2016
Derzeit sorgen Gerüchte für Wirbel, dass die „Aida Prima“ ins Mittelmeer verlegt werden könnte. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Hamburg

. Das neue Kreuzfahrt-Terminal Steinwerder hat dem Tourismus in Hamburg Auftrieb gegeben. Der Hamburger Hafen hat seine Position als beliebtester deutscher Kreuzfahrthafen in diesem Jahr ausgebaut und einen neuen Passagierrekord aufgestellt. Bei 170 Schiffsanläufen werden nach vorläufigen Zahlen mehr als 700 000 Kreuzfahrt-Passagiere in Hamburg einsteigen, aussteigen oder als Transitpassagiere die Hansestadt besuchen, teilte der Terminalbetreiber Cruise Gate Hamburg (CGH) gestern mit. Das bedeute einen Anstieg von rund einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr, als 520 000 Passagiere die Hamburger Kreuzfahrt-Terminals nutzten.

Auch im kommenden Jahr rechne CGH mit einem zweistelligen Passagierwachstum. „Wir haben vieles richtig gemacht“, sagte Jens Meier, Chef der Hamburger Hafenbehörde HPA, der Muttergesellschaft der CGH.

„Und wir sind gut vorbereitet, wenn noch größere Schiffe auf den Markt kommen.“ Allein das Terminal Steinwerder werde in diesem Jahr von 90 Schiffen angelaufen und von 530 000 Passagieren genutzt, sagte CGH-Chefin Sacha Rougier. Die Infrastruktur des Terminals für die Mega-Liner sei international führend. Es werde nicht nur von den Reedereien, sondern auch von den Passagieren sehr gut angenommen.

In die richtige Richtung gehen nach Meiers Worten auch die Entscheidungen Hamburgs, für Kreuzfahrtschiffe Landstrom und verflüssigtes Erdgas (LNG) als Alternativen zur Stromversorgung mit Dieselkraftstoff anzubieten. Es gebe zwar Anlaufschwierigkeiten und die Angebote seien in dieser Saison nur wenig genutzt worden, doch das sei bei innovativen Technologien nicht ungewöhnlich. Schon 2017 werde die Nutzung des Landstrom- Anschlusses in Altona zunehmen, wenn auch größere Schiffe dort anlegen könnten.

Am Wochenende hatte ein Bericht für Wirbel gesorgt, wonach das Schiff „Aida Prima“ trotz sehr guter Auslastung von Hamburg in den Mittelmeerraum verlegt werde. Die Reederei will sich dazu erst am Donnerstag äußern.

LN

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