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Wirtschaft im Norden Kühler Sommer lässt die Preise purzeln
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Kühler Sommer lässt die Preise purzeln
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22:16 14.07.2016
Emily Leitgeb (11) sucht gemeinsam mit ihrer Mutter bei Heick & Schmaltz nach einer reduzierten Sommerhose. „Wenn alles billiger ist, gehe ich auch gerne mal mit meinen Freundinnen shoppen.“ Quelle: Fotos: Olaf Malzahn

In bunten Farben hängen die leichten Kleider und Blusen auf einem Ständer. Gleich daneben warten Wind- und Wetterjacken auf ihre neuen Besitzer. Beides kann man in diesem Sommer gut gebrauchen. „Die Wetterkapriolen machen es dem Handel nicht leicht. Man kann nichts verlässlich planen“, sagt Monika Dürrer vom Handelsverband Nord. Doch was den Einzelhändlern zu schaffen macht, freut die Kunden. Überall prangen derzeit rote Sale-Schilder und Rabattmarken an den Fenstern. C&A wirbt mit T-Shirts für fünf Euro, Karstadt Sport verspricht die „größte Lagerräumung aller Zeiten“, und auch im Schmuckgeschäft Bijou Brigitte lockt der Schriftzug „Sale inside“ die Kunden in den Laden.

Die Herbstmode wartet schon in den Lagern – Kunden freuen sich über zahlreiche Rabatte.

„Die Rabatte werden Ende Juli noch heftiger.“Monika Dürrer, Handelsverband

Die Herbstware füllt bereits die Lager, die Ständer hängen aber meist noch mit der Sommerware voll. „Gerade Shorts und Blusen haben wir noch in allen Größen und Varianten“, erzählt Magdalena Knoppek, Geschäftsleiterin von Heick & Schmaltz, „Kleider waren in dieser Saison besonders gefragt.“ Einzelteile sind in dem Modehaus bis zu 50 Prozent reduziert. In der Herrenabteilung gibt es zudem satte Extra-Rabatte, sie wird aufgelöst. Emily Leitgeb bummelt mit ihrer Mutter durch die Geschäfte. Die selbst ernannten Shoppingqueens der Familie suchen eine kurze Hose für die Elfjährige, am liebsten eine Jeans. „Man muss aber auch im Schlussverkauf gut schauen, ob es wirklich so günstig ist, wie es beworben wird“, sagt Veronique Leitgeb, „am besten schaut man vorher, was man will, und kommt dann, wenn es reduziert ist.“ Genauso macht es auch Lana Boroch. Die 19-Jährige hilft ab und an bei Heick & Schmaltz aus und nutzt die Zeit, um gleich die aktuellen Modetrends im Blick zu behalten.

„Letztens habe ich schon ein T-Shirt gekauft, das von 59 Euro auf 29 Euro runtergesetzt war“, erzählt sie, „man darf nur nicht zu viel kaufen.“

Rolf Wimmel kann das nicht passieren. Er weiß genau, was er will, und probiert bei Karstadt Schuhe an. Fünf Kartons stehen schon vor ihm, alle Paare sind reduziert, und dazu gibt es noch 20 Prozent Rabatt extra. „Er ist ein kritischer Kunde und ein Schnäppchenjäger“, verrät seine Ehefrau, während der 69-Jährige anprobiert. „Wenn es ein Schnäppchen ist, ist es auch in Ordnung, wenn sie irgendwann auf sind und man mal wieder neue Schuhe braucht“, meint der Reinfelder.

Monika Dürrer glaubt, dass die Zeiten für Schnäppchenjäger sogar noch besser werden. „Jetzt ist schon viel reduziert. Aber das wird noch heftiger werden“, sagt sie, „einen richtigen Sommerschlussverkauf gibt es ja nicht mehr, aber der letzte Montag im Juli wird von den Händlern trotzdem hochgehalten.“

Bei CB Mode im Herrenholz ist das jetzt schon zu spüren. „Die Herbstmode ist im Lager. Jetzt machen wir einmal Tabula rasa, alles muss raus. Spätestens im August soll die neue Mode auf die Verkaufsfläche“, sagt Filialleiter Markus Behling. Zusätzlich zu Reduzierungen von bis zu 50 Prozent gibt es 20 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Kaum ein Ständer oder Regal bleibt, an dem kein Sale-Zeichen prangt. „Die Sachen sollen einfach raus“, glaubt auch Kundin Bente Wrage. Sie ist spontan vorbeigekommen und hat gleich ein Kleid und eine reduzierte Jacke gefunden, die sie anprobiert.

Maike Wegner

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