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Lauenburg bekommt Linienbusse ohne Fahrer

Berlin/Lauenburg Lauenburg bekommt Linienbusse ohne Fahrer

Große Überraschung gestern in Lauenburg: Der Bund fördert ein Testzentrum für autonom fahrende Busse in der Stadt Lauenburg. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann hat 1,8 Millionen Euro beim Bundesverkehrsministerium lockergemacht.

Die elektrobetriebenen Busse sind ohne Fahrer unterwegs.

Quelle: LN-ARCHIV

Berlin/Lauenburg. „Vollständig autonomes Fahren gilt vielerorts noch als Zukunftsmusik. Wir machen nun aber erste wichtige Schritte in diese Zukunft“, erklärte Brackmann. Die Busroute durch Unter- und Oberstadt soll im täglichen Verkehr getestet werden. „Das ist eine zukunftsträchtige Sache, wir sehen das als innovativ an“, sagte Thomas Burmester, Hauptamtsleiter der Stadt. Die Planungen liefen bereits seit 2015. Als erstes gelte es nun, einen elektrobetriebenen Kleinbus zu organisieren, so Brackmann. Serienreife Fahrzeuge würden derzeit von zwei Herstellern gebaut. Zudem müsse die Tour in den bestehenden Busfahrplan integriert werden.

Drei Jahre soll das Forschungsprojekt dauern, das den autonom fahrenden Linienbusverkehr erprobt. Dabei sind auch Akzeptanzmessungen geplant. Servicekräfte im Bus sollen die Kunden befragen.

Projektpartner sind der Kreis als ÖPNV-Aufgabenträger und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) als Betreiber. Beide werden sich nach Auskunft Brackmanns auch finanziell beteiligen. Als innovatives Unternehmen wolle man auf jeden Fall dabei sein, sagt VHH-Sprecherin Christina Sluga. Sie geht davon aus, dass der Elektro-Bus erst zum Ende des kommenden Jahres in Betrieb gehen kann.

„Über die Kosten muss aber noch verhandelt werden.“ Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 2,2 Millionen Euro. Die Technische Universität Hamburg- Harburg ist als wissenschaftlicher Partner mit an Bord.

Lob kam aus dem Schleswig-Holsteinischen Verkehrsministerium. Ressortchef Bernd Buchholz (FDP) hatte gerade erst vorgeschlagen, autonom fahrende Shuttle-Busse auf der alten Trasse der Bäderbahn einzusetzen. In Nordfriesland startet im Frühjahr der sogenannte NAF-Bus, der keinen Fahrplänen und festen Routen unterliegt, sondern per App jederzeit gerufen werden kann. Dafür gibt es ebenfalls Geld vom Bund – und vom Land. Auch andere Kommunen wie Wahlstedt wollen selbstfahrende Busse einsetzen.

Brackmann denkt schon weiter: Das Projekt vor den Toren Hamburgs könne der Startschuss sein, „den Busverkehr in Schleswig-Holstein und Hamburg zu automatisieren und letztendlich autonom fahren zu lassen“, erklärte er. Sicherheit gilt als eines der wichtigsten Argumente für autonomes Fahren. Denn die meisten Unfälle gehen auf Fahrfehler zurück. Weit oben in der Statistik: zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Abstand oder Abbiegefehler. Nur zehn Prozent der Unfälle seien auf technische Ursachen zurückzuführen.

Bislang ist voll autonomes Fahren in Deutschland nur im Rahmen von Modellprojekten möglich, auf einem Abschnitt auf der A 9 bei München etwa oder im Berliner Stadtverkehr. Die Bundesregierung fördert automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern, und auch das Land kann Projekte aus dem Fördertopf „Innovation“ unterstützen.

 Von Julia Paulat

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