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Lehre: Frühwarnsystem soll Abbrecher-Zahl senken

Lübeck Lehre: Frühwarnsystem soll Abbrecher-Zahl senken

Senior-Experten luden zum Erfahrungsaustausch in Lübeck.

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Sebastian Pohl (l.) und Henning Henschel vom Senior Experten Service (SES) diskutierten gestern mit 30 Fachleuten, wie man die hohe Zahl abgebrochener Lehren reduzieren kann. FOTO: ROESSLER

Lübeck. . Wenn ein Jugendlicher seine Lehre abbricht, weil die Probleme ihm über den Kopf gewachsen sind, ist das ein trauriger Endpunkt – und erst einmal nichts mehr zu machen. Viel zu viele Lehrlinge in Deutschland sehen keinen anderen Weg als hinzuschmeißen, laut Statistik ist es jeder vierte. Der Senior Experten Service (SES) will mit der Initiative „VerA“ – das Kürzel steht für „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ – den jungen Leuten frühzeitig helfen und dadurch die Abbrecherquote stark senken. Das seit 2008 existierende Projekt wird vom Bundesbildungsministerium finanziert.

Auf Einladung von Sebastian Pohl aus der SES-Zentrale in Bonn und Regionalkoordinator Henning Henschel trafen sich gestern 30 Fachleute zum Erfahrungsaustausch im Haus der IHK zu Lübeck – neben Senior-Experten Vertreter von IHK, Handwerkskammer, Schulen, Jugendamt und Betrieben. Dabei berichteten die Ausbildungsberater des SES, meist pensionierte Experten aus vielen Fachrichtungen, von ihren Fällen. „Wenn der Wunsch nach Hilfe nicht von den Auszubildenden kommt, geht es nicht“, sagte zum Beispiel Senior-Experte Jürgen Baumann, der bisher vier Auszubildende betreut hat und dabei Erfolge sah. „Es kann aber auch schiefgehen“, sagte Manfred Vesper. Er berichtete von einem Fall, in dem die Hilfe nichts bewirken konnte, der junge Lehrling tauchte irgendwann nicht mehr auf.

Doch wie lässt sich Hilfe effektiv organisieren, und wer macht die Jugendlichen auf die Hilfen aufmerksam? Behörden seien mit der Vielzahl der Fälle zum Teil auch überfordert, da gehe Zeit verloren, sagte Markus Weiß vom Jugendaufbauwerk der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein. „Ich wünsche mir, dass wir besser kooperieren. Wir müssen uns vernetzen und in der Region voneinander wissen, um den Jugendlichen eine koordinierte Unterstützung anbieten zu können“, forderte Weiß. Henschel unterstützt das: „Wir müssen uns in der Hilfsarbeit koordinieren, denn sonst sind die Betroffenen verunsichert.“ Jörg Ziegenspeck, emeritierter Erziehungswissenschaftler aus Lüneburg, erklärte, man müsse ein Stück weit professioneller werden: „Wir sollten uns als Senior Experten auch regional regelmäßig austauschen und Fachleute dazu bitten.“

„Wir werden ihr Angebot auch in unseren Klassen bekannt machen“, versicherte die Schulsozialarbeiterin Nelda Simmrow vom Verein Sprungtuch an die Adresse des SES. „Ich verspreche mir durch ihre Hilfe auch Unterstützung für meine Arbeit“, sagte Marileen Scholz von der Dorothea-Schlözer-Schule. Auch die Vertreter von IHK und Handwerkskammer sagten zu, das „VerA“-Angebot bekannter zu machen.

Henschel will nun versuchen, ein „Frühwarnsystem“ zu etablieren. „Dazu brauchen wir ein Netzwerk, bei dem Eltern, Lehrer, Schulsozialarbeiter und Ausbilder früh Bescheid sagen, wenn sie Probleme bemerken. Wir packen das an.“ C. Risch

Info: www.vera.ses-bonn.de

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