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Lehrlingsaustausch: Von Freunden lernen

Lübeck Lehrlingsaustausch: Von Freunden lernen

Junge Franzosen sind im 50. Jahr des Élysée-Vertrages wieder in Lübecker Betrieben zu Gast.

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Adrien Pinar (r.) ist zurzeit in Lübeck zu Gast, Maurice Gourdault-Montagne (Mitte) und Frank Nägele schauen ihm bei der Arbeit zu.

Quelle: Fotos: Neelsen

Lübeck. Über 30 Jahre ist es her, da arbeitete Ralf Stamer als Austauschlehrling bei einer kleinen Firma im französischen Poitiers. „Eine tolle Erfahrung“, lobt er die Zeit. Heute ist Stamer Geschäftsführer seiner eigenen Zimmerei im Lübecker Stadtteil Schlutup. Seinen Lehrlingen legt er den Austausch nach Frankreich nahe — und er selbst nimmt Auszubildende aus der „Grande Nation“ auf.

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Ralf Stamer, Geschäftsführer der Lübecker Zimmerei Stamer, war als junger Mann selbst als Austauschlehrling in Frankreich.

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Einer von ihnen ist Adrien Pinard. Der 19-Jährige ist gemeinsam mit 20 anderen französischen Lehrlingen aus den unterschiedlichsten Richtungen des Handwerks zurzeit für ein zweiwöchiges Praktikum in Lübeck zu Gast. „Es ist spannend, die teilweise unterschiedlichen Arbeitsweisen mitzubekommen“, sagt er, während er einen Holzbalken abschleift. Der französische Botschafter in Berlin, Maurice Gourdault-Montagne, und der Staatssekretär im Kieler Wirtschaftsministerium, Frank Nägele, schauen dem jungen Mann über die Schulter. Beide sind anlässlich des 50. Geburtstages des Élysée-Vertrags in die Hansestadt gekommen, um sich über das Austausch- Projekt, das seit 1973 zwischen den Handwerksammern in Lübeck und Poitiers besteht, zu informieren. „Großartig, dass jetzt schon mehrere Generationen von dem Projekt profitieren. Es ist nahezu einzigartig“, sagt der Botschafter. Staatssekretär Nägele würde es gut finden, wenn man den Austausch auch auf junge Gesellen erweitern würde:

„Ein Jahr moderne Wanderschaft sozusagen.“

Doch das ist noch Zukunftsmusik. In Travemünde lernen die beiden Franzosen Rudy Amory und Antoine Rigaud bei der Fleischerei Lohff aktuell, wie in Deutschland Wurst und Aufschnitt hergestellt werden.

„Mit so großen Maschinen und so großen Mengen zu arbeiten, ist schon eine Herausforderung“, gibt der 18-jährige Rudy Amory zu. Unter etlichen Bewerbern konnte er sich im Vorwege nach einem Auswahlverfahren für den Austausch qualifizieren. Die Sprachfähigkeiten spielten dabei übrigens keine Rolle.

„Das geht nur im Handwerk, wo man mit den Augen lernen kann“, sagt Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Lübeck. Längst sei so aus aus der Partnerschaft zwischen den Kammern eine Freundschaft zwischen den Menschen der beiden Organisationen entstanden. Adenauer und De Gaulle hätten ihre Freude.

„Ganze Generationen profitieren von dem Projekt.“
Maurice Gourdault-

Montagne, französischer Botschafter in Berlin

Jan Wulf

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