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Lufthansa: Streikgefahr schwindet

Frankfurt am Main Lufthansa: Streikgefahr schwindet

Die Airline einigt sich bei Schlichtung mit Flugbegleitern auf Lohnerhöhung.

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Froh über die Einigung: Nicoley Baublies, Vorsitzender der Flugbegleitergewerkschaft Ufo.

Frankfurt am Main. Passagiere der Lufthansa müssen in den kommenden Monaten keine weiteren Streiks der Flugbegleiter fürchten. Noch vor dem offiziellen Beginn der Schlichtung einigten sich Unternehmen und die Gewerkschaft Ufo auf einen Tarifvertrag zu Gehaltssteigerungen und auf Eckpunkte zur Altersversorgung des Kabinenpersonals. Das teilten beide Seiten gestern nach mehrtägigen Schlichtungs-Vorgesprächen unter Vorsitz des SPD-Politikers Matthias Platzeck mit. Noch offene Spezialfragen zur Arbeitsorganisation der Flugbegleiter sollen in einer Schlichtung bis zum 30. Juni unter Vorsitz des früheren Ministerpräsidenten von Brandenburg erledigt werden. Bis Ende Juni darf Ufo die 19 000 Flugbegleiter wegen der vereinbarten Friedenspflicht nicht zu Streiks aufrufen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre“, erklärte Lufthansa- Personalvorstand Bettina Volkens.

Nach dem Bodenpersonal haben die Flugbegleiter damit als zweite Berufsgruppe der Lufthansa die Umstellung des Rentensystems auf feste Unternehmensbeiträge akzeptiert. Bislang hat Lufthansa die absolute Höhe der Betriebsrenten garantiert und damit auch das Zinsrisiko übernommen. Dafür waren in der Bilanz hohe Rückstellungen notwendig, die das Eigenkapital belasteten.

Noch offen ist der Tarifkonflikt bei den Piloten. Sie haben bereits 13-mal gestreikt. Die Flugbegleiter hatten im November 2015 sieben Tage lang die Arbeit niedergelegt und damit den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert. Seit April 2014 haben die beiden Berufsgruppen dem Unternehmen einen Schaden von rund 500 Millionen Euro zugefügt.

Die Flugbegleiter sollen für das bei Lufthansa geschäftlich sehr erfolgreiche Jahr 2015 eine Einmalzahlung von 3000 Euro erhalten. Zu Beginn dieses Jahres greift eine Stufenerhöhung von 2,2 Prozent, wie beide Seiten mitteilten.

Die harten Auseinandersetzungen haben auch ihre Spuren im Betriebsklima der Lufthansa hinterlassen. Das Vertrauen der Belegschaft in die Führung war im Herbst auf einen Tiefpunkt gesunken. Das geht aus einer Lufthansa-internen Umfrage hervor, die dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorliegt.

In der von den Streiks besonders betroffenen Passagiersparte gaben nur knapp 30 Prozent der Befragten an, sich noch mit den Unternehmenszielen identifizieren. Nur fünf Prozent waren der Meinung, dass der Vorstand einen ehrlichen Umgang mit den Mitarbeitern pflegt.

LN

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