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MS „Deutschland“: Gläubiger erhalten Geld

Kiel MS „Deutschland“: Gläubiger erhalten Geld

Ein Jahr nach der Insolvenzeröffnung werden 6,2 Millionen Euro ausgeschüttet — Zweite Zahlung angekündigt.

Kiel. Die Gläubiger der insolventen MS „Deutschland“ bekommen ein Jahr nach der Insolvenzeröffnung erstmals Geld zurück. Der Gläubigerausschuss hat nach Angaben des Insolvenzverwalters Reinhold Schmid-Sperber zugestimmt, dass in einem ersten Schritt 6,2 Millionen Euro — und damit zehn Prozent der festgestellten Forderungen — ausgezahlt werden.

Die aktuellen Verbindlichkeiten der MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft betragen rund 62 Millionen Euro, knapp 54 Millionen Euro davon sollen Forderungen von Anleihegläubigern sein. „Ich hatte sehr auf diese Auszahlung gedrängt“, sagt Stefan Ulrich von Stu Management Partners, der die Gläubiger vertritt. „Dass dies bereits zu einem so frühen Zeitpunkt geschieht, ist nur möglich, weil die Prüfung der angemeldeten Forderungen sehr schnell erfolgt ist und kein Rechtsstreit wegen der Schiffshypothek geführt werden musste.“

Allerdings habe der Gläubigerausschuss beschlossen, vorerst nur einen Teil des verfügbaren Geldes auszuzahlen. „Es könnten immer noch weitere Forderungen hereinkommen, die wir berücksichtigen müssen“, sagt Ulrich. „Erst wenn wir sicher sind, dass wir alle zusammen haben, werden wir auch den Rest auszahlen.“ Das Ganze werde sich wohl noch Monate hinziehen. Laut Stefan Ulrich ist es aber wahrscheinlich, dass die zweite Ausschüttung im Laufe dieses Jahres erfolgt.

Zu einer möglichen Höhe der Summe will sich Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber nach Angaben seines Sprechers Andreas Jung nicht äußern. Unklar ist auch, wie viele Gläubiger es überhaupt gibt.

Genaue Zahlen lägen weder ihm noch dem Insolvenzverwalter vor, „weil die Anleihe börsennotiert ist“, sagt Stefan Ulrich. Die Auszahlung des Geldes erfolge daher auch direkt über die depotführenden Banken. Er gehe aber von rund 2000 Gläubigern aus.

2014 ging das ehemalige ZDF-„Traumschiff“, das der Reederei Deilmann in Neustadt (Kreis Ostholstein) gehört hatte, pleite. Am 1. Januar 2015 eröffnete das Amtsgericht Eutin das Insolvenzverfahren über das Vermögen der MS-„Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft und über die Reederei Peter Deilmann. Im Mai vergangenen Jahres wurde das Schiff dann von einem amerikanischen Investor gekauft, über Details wie den Kaufpreis wurde nach Angaben des Insolvenzverwalters Stillschweigen vereinbart. Zurzeit schippert das Schiff unter dem Namen „World Odyssey“ als schwimmende Uni durch die Welt, im Sommer soll es wieder als Kreuzfahrtschiff genutzt werden.

jd

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