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Wirtschaft im Norden Marco Dworaczek zaubert den Schnee in die Grotte
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Marco Dworaczek zaubert den Schnee in die Grotte
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18:16 30.12.2017

Das klingt nach wahrer Bilderbuchkarriere: Gelernt hat Marco Dworaczek den Beruf des Elektrikers. Heute ist der 31-Jährige stellvertretender Leiter der gesamten Technik im Weissenhaus Grand Village Resort & Spa am Meer – ein an der Ostsee idyllisch gelegenes Luxus-Resort, zu dem unter anderem ein Schloss, ein Schlossteich und ein eigener Naturstrand gehören.

Dworaczek sorgt dafür, dass bei der Technik alles reibungslos klappt.

Der gelernte Betriebselektriker hat die Entwicklung der großzügig angelegten Anlage noch als externer Handwerker miterlebt. Inzwischen kümmert er sich mit seinem Team um alles, was zur Instandhaltung und Wartung verschiedenster technischer Anlagen auf Weissenhaus zählt.

Un dann hat der Techniker noch eine besondere Aufgabe: Selbst im Sommer sorgt er für Schnee. Nach einem heißen Sauna- oder Dampfbad lädt eine urige Schneegrotte im Spa-Bereich zur Abkühlung ein. Dass die Temperaturen stimmen – immerhin herrschen frische minus fünf bis neun Grad Celsius –, und, dass die Leuchtkörper richtig funktionieren, dafür sorgt Marco Dworaczek. Schließlich sollen sich die Schneegrotten-Besucher an einer passenden Lichtstimmung erfreuen können. „Außerdem muss sichergestellt sein, dass die Temperaturen für ein gleichmäßiges Schneebild sorgen“, sagt der Betriebshandwerker. Und so hängen das ganze Jahr über echte Eiszapfen von den felsigen Wänden. Dworaczek prüft die Vorschaltgeräte der einzelnen Leuchtkörper. Die etwa zehn Quadratmeter große Schneegrotte funktioniert so: In regelmäßigen Intervallen springen Kühlung und Schneedüsen an, auch das muss Dworaczek prüfen. Zudem müsse der Heizkreis- und Rücklauf optimal funktionieren, damit das gesamte in sich geschlossene System als Bestandteil der nachhaltigen Wirtschaft auf Weissenhaus funktioniere, erklärt er.

In der Grotte dürfen weder Verstopfungen noch Kalkablagerungen entstehen. „Der Einsprüheffekt muss reibungslos verlaufen“, sagt der Techniker. Ein wirklich „cooler“ Job, den er jetzt seit zwei Jahren macht. „Weissenhaus ist eine äußerst reizvolle Anlage, die sich stetig weiterentwickelt“, sagt er. Neue Gebäude, neue Technik, Umbauten, Privatgärten, ein Hubschrauberlandeplatz: „Die Arbeit ist hochinteressant“, schwärmt Dworaczek. Und schwärmen können natürlich auch die Gäste. Zum Beispiel dann, wenn sie aufgeheizt durch die kalte Schneegrotte stapfen können. Auch im Sommer.

Rüdiger Jacob

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