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Wirtschaft im Norden Marke VW verdient Milliarden
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23:09 13.03.2018
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Berlin

Die Stammmarke des weltgrößten Autokonzerns VW hat 2017 den Schwung einer starken Nachfrage in vielen Regionen genutzt und ihren Milliardengewinn deutlich steigern können. Allerdings blieben auch die Ausgaben für die Bewältigung der Dieselkrise hoch – wie in der gesamten VW-Gruppe. Die Wolfsburger hoffen, dennoch ihre geplanten Investitionen in die E-Mobilität stemmen zu können. Wegen der guten Zahlen strichen die Vorstände mehr Geld ein als im Jahr zuvor.

Der Kernbereich VW Pkw verdiente im laufenden Geschäft – bereinigt um Sonderkosten für die Dieselaffäre – 3,3 Milliarden Euro, 1,4 Milliarden Euro mehr als 2016. Dies teilte das Unternehmen gestern bei der Vorlage der detaillierten Jahresbilanz in Berlin mit.

Die Abgas-Rechnung schlug bei den Autos mit dem VW-Emblem mit 2,8 Milliarden Euro zu Buche (2016: 5,2 Milliarden Euro). Konzernweit musste die Gruppe 3,2 Milliarden Euro dafür ausgeben, eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der Marke VW lag bei 80 Milliarden Euro, ein Minus von 24,3 Prozent. Jedoch ist dies nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar, weil VW mehrere Importgesellschaften nicht mehr zur Marke zählt.

Vorstandschef Matthias Müller sagte im Rückblick auf 2017: „Es war das Jahr, in dem wir wieder in die Offensive gegangen sind.“ Er sei „mehr als zufrieden“. Für die Führung bedeutet der positive Verlauf ein dickes Gehaltsplus. Die Mitglieder des Konzernvorstands kassieren insgesamt 50,3 Millionen Euro. Für 2016 hatte das Top-Management etwa 39,5 Millionen Euro erhalten. Spitzenverdiener ist Müller mit mehr als 10,1 Millionen Euro.

Ein Schwerpunkt soll im laufenden Jahr der Ausbau der Fertigung von Elektroautos in deutlich mehr Werken als bisher sein. Bis Ende 2022 sollen batterie-elektrisch angetriebene Fahrzeuge an weltweit 16 Standorten gebaut werden. Derzeit sind es laut Müller drei. Schon in zwei Jahren sollen neun weitere Fabriken für die Produktion von E-Autos gerüstet sein.

LN

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