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Wirtschaft im Norden Medizinisches Zentrum in Selmsdorf?
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Medizinisches Zentrum in Selmsdorf?
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20:10 16.10.2015
Werbeschilder stehen auf dem Grundstück neben der B 104 in Selmsdorf, wo nach dem Willen von Gemeindevertretern und eines Investors ein medizinisches Zentrum gebaut werden soll. Quelle: Jürgen Lenz
Selmsdorf

Bekommt Selmsdorf ein medizinisches Zentrum mit Apotheke, Arztpraxen, Einrichtungen medizinischer Heilberufe und einer Wohnung für den Betriebsleiter?

Kommunalpolitiker der wachsenden Gemeinde im Speckgürtel von Lübeck wollen den Weg zum Bau freimachen, indem sie die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Sie beschließen in einer Gemeindevertretersitzung am Donnerstag über eine entsprechende Änderung und Ergänzung des Bebauungsplans „Lebensmittelmarkt Selmsdorf“.

Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) sagt: „Es wäre gut, wenn eine Art Ärztehaus entstehen würde.“ Es gebe die Nachfrage eines privaten Investors. „Ich kann noch keinen Namen nennen. Es wurde Vertraulichkeit vereinbart“, beteuert Kreft. Er fände es nach eigenem Bekunden gut, wenn sich in dem Haus mindestens zwei Ärzte niederlassen würden.

Dass Gemeindevertreter aus allen Fraktionen den Wunsch des Selmsdorfer Bürgermeisters teilen, zeigt die Abstimmung im Bau- und Umweltausschuss der Kommune. Seine Mitglieder sprechen sich einstimmig dafür aus, den Bebauungsplan „Lebensmittelmarkt Selms- dorf“ mit dem Ziel zu ändern, das medizinische Zentrum möglich zu machen. Ursprünglicher Zweck des Anfang 2013 beschlossenen Plans war, Baurecht für einen Lebensmittel-Discounter zu schaffen. Der Netto-Markt eröffnete bereits Ende des Jahres nahe der Kreuzung B 104/B 105. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur sollten andere Grundstücke ökologisch aufgewertet werden — unter anderem durch das Anlegen einer Streuobstwiese. Um den Weg zum Bau eines medizinischen Zentrums freizumachen, muss die Gemeinde nun dieses Vorhaben ändern. „Die Ausgleichsfläche müsste umgewidmet werden in eine Baufläche“, erläutert Planer Martin Hufmann. Der Ausgleich falle damit nicht unter den Tisch, Selmsdorf schaffe ihn an anderer Stelle.

Bei der Änderung des Bebauungsplans geht es um 2100 Quadratmeter neben der B 104. Dort stehen Werbeschilder für das nahe gelegene Wohnbaugebiet „Am Mühlenbruch“. Die Stadtbau AG vermarktet es.

Geschäftsführer Günter Anton erklärt: „Es wird sehr gut angenommen — auch aus dem Aspekt heraus, dass es ein ziemlich großzügiges Wohngebiet ist.“ Die Grundstücke für Häuslebauer sind mit mindestens 700 Quadratmetern deutlich größer als in anderen Wohngebieten. Von den derzeit verfügbaren 69 Parzellen sind nach Antons Angaben 38 verkauft. „Die Käufer kommen aus Nordwestmecklenburg und Schleswig-Holstein“, informiert der Geschäftsführer der Stadtbau AG. Überwiegend seien es junge Leute. Freuen können sie sich über den Bau einer Kita, der unlängst im Wohngebiet begonnen hat.

Kita feiert Laternenfest
Kinder, Eltern und Großeltern folgten gestern der Einladung der Kita Selmsdorf zum Laternenfest, das die Feuerwehr und das Café Lenschow unterstützten. „Es dient auch dazu, dass man sich außerhalb der Öffnungszeiten trifft und ein bisschen der Gemeinde zurückgibt“, erklärte Kitaleiter Robert Sagl. Höhepunkt des Festes: ein Umzug mit dem Fanfarenzug Lüdersdorf. jl

Jürgen Lenz

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