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Megadeal ist perfekt: Bayer kauft Monsanto

Leverkusen/St. Louis Megadeal ist perfekt: Bayer kauft Monsanto

Nach monatelangen Verhandlungen unterzeichneten die Konzerne eine bindende Fusionsvereinbarung.

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Karikatur: Kostas Koufogiorgos

Leverkusen/St. Louis. Die größte Firmen-Übernahme durch einen deutschen Konzern ist perfekt: Bayer kauft das umstrittene US-Saatgutunternehmen Monsanto. Die beiden Konzerne unterzeichneten gestern eine bindende Fusionsvereinbarung, teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit. Zuvor hatte der Leverkusener Konzern sein Angebot noch einmal leicht auf 128 US-Dollar je Monsanto-Aktie erhöht. Damit bewertet Bayer das US-Unternehmen mit 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Milliarden Euro), teilten die Leverkusener mit. Noch nie zuvor hat ein deutsches Unternehmen eine so große Übernahme gewagt. Die Monsanto-Aktionäre müssen dem Zusammenschluss noch zustimmen.

Der Schritt sei von den Führungsgremien beider Konzerne einstimmig beschlossen worden, berichtete Bayer. Konzernchef Werner Baumann betonte, der Zusammenschluss festige die Stellung von Bayer als globales, innovationsgetriebenes Unternehmen im Gesundheits- und Pflanzenschutzbereich.

Monsanto-Chef Hugh Grant sagte, dass der Schritt für die Aktionäre des US-Konzerns die „bestmögliche Wertschaffung“ bedeute. Zusammen werde das neue Unternehmen ein „Innovationstreiber“ sein, der den Landwirten helfe, die Hürden von morgen zu überwinden, sagte Grant. Zusammen erzielen die beiden Unternehmen im Agrargeschäft einen Umsatz von 23 Milliarden Euro im Jahr. Bayer erwartet durch die Fusion Synergieeffekte in Milliardenhöhe. Finanziert werden soll der Kauf teilweise durch eine Kapitalerhöhung. Der Zusammenschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Monsanto-Aktionäre und der Freigabe durch die Regulierungsbehörden.

Mit dem Abschluss der Transaktion rechnen die Konzerne bis Ende 2017.

Umweltverbände und die Grünen äußerten scharfe Kritik an der Übernahme. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hält sie für nicht hinnehmbar. „Die EU-Wettbewerbsbehörden sollten diesen Deal stoppen“, sagte Habeck in Kiel. „Die Konzentration der Macht über Saatgut und Pflanzenschutzmittel zwingt Landwirte in der EU, aber auch und gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern, in die totale Abhängigkeit von einigen wenigen Riesen“, warnte Habeck. „Wir brauchen mehr Vielfalt und Alternativen und keine Chemie-Oligopole in der Landwirtschaft.“

LN

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