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Mehr Arbeitslose im Norden

Kiel Mehr Arbeitslose im Norden

96500 Menschen waren im Juli ohne Job. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es aber einen Rückgang.

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Saisonbedingt ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli gestiegen. In Schleswig-Holstein sind derzeit 6,4 Prozent ohne Job, in Lübeck liegt die Arbeitslosenquote bei 9,9 Prozent.

Quelle: Fotos: Oliver Berg/dpa, Fotolia

Kiel. Im Sommermonat Juli hat die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein wie in dieser Jahreszeit üblich zugenommen. Insgesamt waren nach Angaben der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur 96 500 Menschen ohne festen Job. Das waren zwar 3300 oder 3,5 Prozent mehr als noch im Juni, aber auch 4100 (4 Prozent) weniger als noch vor einem Jahr. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 6,4 Prozent, nach 6,7 Prozent im Juli vergangenen Jahres.

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit sei im Juli jahreszeitlich typisch, sagte Agenturchefin Margit Haupt-Koopmann. „Hierfür gibt es mehrere Gründe: Einerseits steigt die Zahl der Arbeitslosen durch quartalsbedingte Kündigungen, andererseits werden in vielen Branchen Einstellungen bis nach den Sommerferien aufgeschoben.“

Entscheidend sei jedoch der deutliche Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit, sagte Haupt-Koopmann. „Das hängt einfach mit dem Ausbildungsende zusammen.“ Aber auch hier gebe es eine positive Entwicklung.

„Es wurden mehr junge Menschen übernommen als noch im vergangenen Jahr.“ Der überproportionale Anstieg in der Gruppe unter 25 Jahren um 2100 oder 22,4 Prozent zum Juni sei kein Grund zur Besorgnis.

„Der größte Teil dieser Jugendlichen wird bis zum Herbst eine neue Stelle gefunden haben.“

Auch Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Frank Nägele betonte, „für die kommenden Monate bin ich sehr optimistisch“. Viele junge Menschen, die sich nach dem Ende ihrer Ausbildung arbeitslos gemeldet hätten, würden in Kürze Arbeit finden. „Hierfür spricht auch die gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegene Arbeitskräftenachfrage in Schleswig-Holstein.“

Unter den Kreisen hatte im Juli Stormarn mit 3,8 Prozent die niedrigste und Dithmarschen mit sieben Prozent die höchste Quote. Im Kreis Segeberg lag sie bei 4,8 Prozent, in Ostholstein bei 5,4

Prozent und im Herzogtum Lauenburg bei 5,8 Prozent. Unter den kreisfreien Städten gab es in Kiel mit 9,8 Prozent den geringsten Wert, in Neumünster mit 10,3 Prozent den höchsten. In Lübeck waren im Juli 10945 Menschen ohne Job. Das entspricht einer Quote von 9,9 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie bei 10,3 Prozent.

Behördenchefin Margit Haupt-Koopmann schätzt den Arbeitsmarkt im Norden weiter stabil ein. Neben dem Rückgang der Zahl der Arbeitslosen gibt es weiterhin mehr sozialversicherungspflichtige Jobs. Mit Stand Mai entstanden im nördlichsten Bundesland im Vorjahresvergleich 14400 zusätzliche Stellen.

„Optimistisch stimmt mich darüber hinaus, dass die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Juli) klar rückläufig ist“, sagte sie. Insgesamt meldeten sich 2600 oder 5,1 Prozent weniger Frauen und Männer arbeitslos. „Angesichts der guten konjunkturellen Lage und des sich verschärfenden Wettbewerbs um Fachkräfte halten die Betriebe ihr Personal.“

Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli um 61000 auf 2,773 Millionen gestiegen. Dies ist der niedrigste Juli-Wert seit 1991. Vor einem Jahr gab es noch 99000 Erwerbslose mehr. Im Vergleich zum Juni legte die Arbeitslosenquote aber um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent zu. „Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist sehr hoch“, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit. So stieg die Zahl der offenen Stellen im Juli auf 589000, das sind 87000 mehr als vor einem Jahr.

Freie Ausbildungsplätze

5275 Ausbildungsplätze sind derzeit in Schleswig-Holstein noch unbesetzt. Das sind 57 mehr als im Vorjahr (+ 1,1 Prozent). Dem stehen 5697 unversorgte Bewerber gegenüber, 155 mehr als im Vorjahr (+ 2,8 Prozent). Die meisten freien Stellen gibt es in folgenden Berufen:
Einzelhandelskaufmann: 423 Verkäufer: 280 Koch: 264 Fachverkäufer Bäckerei: 259 Friseur: 192 Hotelfachmann: 191 Restaurantfachmann: 191 Anlagenmechaniker Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik: 160 Elektroniker Energie-/Gebäudetechnik: 149 Systemgastronomie-Fachmann: 122

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