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Mehr Geld für Uni-Medizin

Berlin/Kiel Mehr Geld für Uni-Medizin

Alheit bringt Bundesratsinitiative für bessere Finanzierung des UKSH ein.

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Ministerin Kristin Alheit fordert eine finanzielle Verbesserung der Hochschulkliniken.

Quelle: Rehder/dpa

Berlin/Kiel. Unikliniken sind wegen der besonders aufwendigen und teuren Behandlungen, etwa bei Krebstherapien, sowie der umfassenden medizinischen Infrastruktur finanziell gesehen die Sorgenkinder des deutschen Gesundheitssystems. Die sogenannte Maximalversorgung ist besonders teuer. Was für Patienten ein Segen ist, stellt sich in nüchternen Haushaltszahlen als Verlustgeschäft dar. Für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit seinen Standorten in Kiel und Lübeck werden für das Vorjahr 16,8 Millionen sowie in diesem Jahr drei Millionen Euro Verlust erwartet. Darin sind die Aufwendungen für die baulichen Erneuerungen nicht einmal enthalten, sagte der UKSH-Vorstandsvorsitzende Jens Scholz.

Vor diesem Hintergrund geht die Kieler Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) nun mit einer Bundesratsinitiative auf den Bund zu. Die Länderkammer wird heute über den Kieler Antrag, unterstützt von Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen, entscheiden, mit dem der Bund bis zum Herbst dieses Jahres zur „finanziellen Verbesserung der Hochschulkliniken und Maximalversorger“ aufgefordert wird. Hochgerechnet auf alle deutschen Hochschulkliniken beträgt das jährlich eingefahrene Defizit „derzeit knapp 100 Millionen Euro“, schreibt die Kieler Ministerin in ihrem Antrag an die Länderkammer. Sollten bis zum Herbst keine konkreten Verbesserungen erkennbar sein, werde die Bundesregierung aufgefordert, „die Regelungen der Selbstverwaltung im Gesundheitssystem nachzubessern oder Zuschläge außerhalb der bisher geltenden Fallpauschalen für medizinische Behandlungen einzuführen“. Gerade die durch die relativ niedrigen Fallpauschale – eine Art Einheitspreis für bestimmte Behandlungen – „deutlich unterfinanzierten“ Hochschulkliniken wie das UKSH sollen dadurch finanziell entlastet werden. Weil Unikliniken für die Versorgung immer wichtiger werden, müssen sie ausreichend finanziert werden, verlangt Alheit.

Reinhard Zweigler

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