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Mehr Ladefläche: „Peter Pan“ wird um 30 Meter verlängert

Travemünde Mehr Ladefläche: „Peter Pan“ wird um 30 Meter verlängert

Die Lübecker Reederei TT- Line lässt ihre Auto- und Passagierfähre „Peter Pan“ umbauen. Innerhalb von zwei Monaten soll das Schiff um rund 30 Meter auf dann 220 Meter verlängert werden. Parallel soll ein neuer Wulstbug eingebaut werden, der besser an die Strömungsverhältnisse angepasst ist.

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Mehrmals pro Woche verkehrt die „Peter Pan“ zwischen Travemünde und der schwedischen Stadt Trelleborg.

Quelle: Fotos: Büttner/dpa, Sauer/dpa

Lübeck. „Die Verlängerung bietet eine gute Chance, die Ladekapazität der Fähre kurzfristig zu erweitern“, sagt Geschäftsführer Bernhard Johannes Termühlen. Sie soll um 25 Prozent steigen. „Künftig werden etwa 40 Lkw oder 150 Autos mehr auf der Fähre Platz haben.“ Das Schiff verfüge dann über 3000 Lademeter. Die Kosten für den Umbau sollen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen, heißt es.

 

LN-Bild

Bernhard Johannes Termühlen, Geschäftsführer der TT-Line.

Für den Anbau wird die Fähre Anfang kommenden Jahres in der Werft German Dry Docks in Bremerhaven in der Mitte durchgeschnitten. „Dabei wird ein Z-Schnitt angewendet, denn der Kabinentrakt soll unverändert bleiben“, sagt Termühlen. „Wir vergrößern ausschließlich die Ladekapazitäten. Wenn wir zurzeit Engpässe haben, dann in diesem Bereich.“ Das neue, 30 Meter lange Schiffsteil werde in der Mitte eingesetzt, der alte Kabinentrakt komme dann oben drauf.

Zeitgleich wird die „Peter Pan“ in Bremerhaven auch einen neuen Wulstbug erhalten. „Er wurde speziell an die Gegebenheiten auf der Strecke Travemünde–Trelleborg und die Geschwindigkeit, die wir dort fahren, angepasst“, erläutert Termühlen. Dadurch werde die Treibstoffeffizienz verbessert. Im Vorfeld habe die TT-Line in Hamburg Versuche machen lassen, wie sich die Verlängerung der Fähre auf den Treibstoffverbrauch auswirken werde. „Dabei ist herausgekommen, dass er dank des neuen Wulstbugs nahezu unverändert bleibt. Das hat uns überzeugt“, sagt Termühlen. „Die zusätzlichen Fahrzeuge transportieren wir also praktisch emissionsfrei.“

Da ein umweltfreundlicher Transport für die Kunden immer wichtiger werde, habe die TT-Line mit dem Umbau „nun noch ein weiteres Argument für sich“. Mit den Investitionen soll das 2001 in Bremerhaven erbaute Schiff für die kommenden 15 Jahre fitgemacht werden. „Die gute Konjunktur zurzeit stimmt uns auch für die Zukunft optimistisch“, sagt Bernhard Johannes Termühlen. Die Nachfrage nach Lkw- und Auto-Stellplätzen sei so hoch, dass „wir die Mehrkapazitäten gut gebrauchen können“. In den Wintermonaten seien normalerweise mehr Lastwagen an Bord, im Sommer überwiege der Passagierverkehr.

Normalerweise seien die Fähren im Winter nur eine Woche in der Werft. Die längere Ausfallzeit der „Peter Pan“ soll nach Angaben der TT-Line zum einen durch die anderen Fährschiffe der Reederei aufgefangen werden, zum anderen werde sie „höchstwahrscheinlich ein Charterschiff dazunehmen“, sagt Termühlen. In der Regel habe die „Peter Pan“ 15 Fahrten pro Woche, überwiegend auf der Strecke Travemünde–Trelleborg.

Für ihr Schwesterschiff, die „Nils Holgersson“, gebe es bislang keine Umbaupläne, sagt Termühlen. Theoretisch sei dort aber ebenfalls eine solche Verlängerung möglich.

900000 Fahrgäste pro Jahr

Mit ihren sechs Fährschiffen befördert die TT-Line eigenen Angaben zufolge etwa 900000 Fahrgäste, 180000 Autos und mehr als 400000 Frachteinheiten (Lastwagen und Trailer) pro Jahr.

Dabei verbindet sie die deutschen Ostseehäfen Travemünde und Rostock sowie das polnische Swinemünde mit der südschwedischen Stadt Trelleborg. Pro Woche verzeichnet die Reederei bis zu 150

Abfahrten.

Janina Dietrich

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