Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Mehr Mietwohnungen für die Region Lübeck
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Mehr Mietwohnungen für die Region Lübeck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:04 02.06.2017
„Trave“-Geschäftsführer Matthias Rasch (r.) mit den Architekten Peter und Marie-Luise Zastrow vor neuen Mietwohnungen in Lübeck-Moisling. Quelle: Bücker

Das geht aus der Förderstatistik der Investitionsbank (IB) Schleswig- Holstein hervor. Als Ursache für die starke Steigerung sieht der Vorstandsvorsitzende Erk Westermann-Lammers den neu eingeführten Investitionszuschuss für den sozialen Wohnungsbau. 250 Euro je Quadratmeter geförderter Wohnfläche können Investoren beantragen. „Wir freuen uns, dass soziale Wohnraumförderung nochmal attraktiver gemacht wurde“, so Westermann-Lammers.

Bereits im vergangenen Jahr waren von der Investitionsbank Mittel für den Bau von insgesamt 218 neuen Wohnungen in den Kreisen Segeberg, Stormarn, Ostholstein, Herzogtum Lauenburg und der Stadt Lübeck bewilligt worden. Die IB sei Partner der „Offensive für bezahlbares Wohnen“ der Landesregierung, erläuterte der Vorstandschef. Mit niedrigen Zinsen und höheren Förderquoten solle hochwertiger, moderner Wohnraum entstehen, der zu günstigen Mietpreisen angeboten werden könne. So baut die Grundstücksgesellschaft „Trave“ derzeit in Lübeck insgesamt 153 geförderte Wohnungen an drei Standorten.

Überdies hat die Bank im vergangenen Jahr zusammen mit den Hausbanken gut 2000 Familien in der Region geholfen, zu Wohneigentum zu kommen – den meisten davon in den Kreisen Segeberg (650) und Stormarn (514). Das berichtete der zuständige Vertriebsleiter Horst Nörenberg.

Eine Zunahme registrierte die Bank auch bei Förderprogrammen zur Fortbildung. Im südöstlichen Schleswig-Holstein wurden 1500 Aufstiegsmaßnahmen gefördert, 426 davon im Kreis Segeberg. „Volle Auftragsbücher der Unternehmen, die Digitalisierung und der demografische Wandel hinterlassen Spuren auf dem Arbeitsmarkt“, meint Westermann-Lammers. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitskräften steige. Qualifizierung habe Hochkonjunktur.

Die Wirtschaftsförderung ist etwas zurückgegangen. Die Innenfinanzkraft des Mittelstandes sei stärker geworden, begründet der Vorstandsvorsitzende die Entwicklung. „Die Unternehmen sind stabiler aufgestellt, darüber sind wir froh.“ Ein Erfolg sei der IB-Mikrokredit mit Fördersummen zwischen 3000 und 25 000 Euro. Damit habe die Bank 31 Existenzgründungen ermöglicht, davon elf in Lübeck, zehn im Raum Ostholstein.

Insgesamt sind in 2016 Fördermittel in Höhe von 580 Millionen Euro in die Region Lübeck geflossen. Das ist nicht so viel wie im Vorjahr, als Windkraftprojekte die Fördersumme in die Höhe schnellen ließen. Jedoch werde damit das Niveau von 2014 erreicht, betonte Westermann-Lammers. Er rechnet weiter mit einer starken Nachfrage. „Wir gehen davon aus, dass die Zinsen niedrig bleiben.“

Gefragt seien weiter lange Laufzeiten und lange Zinsbindungen. Das Gesamtvolumen der Förderzusagen der IB erreichte 2016 mit 2,4 Milliarden Euro erneut das sehr hohe Vorjahresniveau. Die Bilanzsumme beträgt stabil 19 Milliarden Euro.

Einbruchschutz

Die Förderung der Investitionsbank zum Einbruchschutz läuft weiter. Aufgrund der starken Nachfrage wurde das Programm in diesem Jahr schon zwei Mal um jeweils 500000 Euro aufgestockt. Somit wurden bis jetzt nach Auskunft des Innenministeriums insgesamt 2,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Land hatte im vergangenen Herbst zunächst 1,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert wird der Einbau von moderner Sicherheitstechnik in bestehende Bauten. Das Land übernimmt 20 Prozent, maximal aber 1600 Euro der Kosten.

 Julia Paulat

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige