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Mehr Züge, neue Gleise: Land will Bahn attraktiver machen

Kiel/Lübeck Mehr Züge, neue Gleise: Land will Bahn attraktiver machen

Kieler Verkehrsminister Meyer nennt Ziele bis 2017: Neue Haltestellen in Moisling und Ratekau.

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Bahnreisende in Lübeck wünschen sich vor allem günstigere Fahrpreise und pünktlichere Abfahrts- und Ankunftszeiten, wie eine LN-Umfrage ergab.

Quelle: Jörn Kießler

Kiel/Lübeck. Schleswig-Holstein will den Marktanteil des Nahverkehrs im nördlichsten Bundesland bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent erhöhen. Das geht aus dem vierten landesweiten Nahverkehrsplan (LNVP) hervor. Aktuell liegt der Anteil des Nahverkehrs in Schleswig-Holstein bei 6,4 Prozent – und damit klar unter dem bundesweiten Durchschnitt (8,5 Prozent).

Um eine Verkehrswende einzuläuten, schwebt der Landesregierung eine neue direkte Bahnverbindung Lübeck–Schwerin vor, außerdem sollen die Verbindung vom Lübecker Hauptbahnhof nach Travemünde und nach Neustadt (Kreis Ostholstein) im Rahmen einer Lübecker-S-Bahn im 30-Minuten-Takt angeboten werden. Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) und Neumünster sollen ebenfalls im Halbstunden-Rhythmus miteinander verbunden werden. 

Auch Pendler im Kreis Herzogtum Lauenburg könnten von einer Offensive im Nahverkehr profitieren: Eine Regionallinie Hamburg–Büchen–Lauenburg soll im 60-Minuten-Takt verkehren, zusätzlich soll es umsteigefreie Zugangebote auf der Strecke von Ratzeburg über Mölln und Büchen nach Hamburg zur Hauptverkehrszeit geben. Alleine im Lauenburgischen erwartet die Landesregierung so eine Steigerung um über 50000 Personenkilometer pro Werktag. In dem Bericht ist auch eine Senkung der Fahrpreise angedacht. Durch eine Senkung um 20 Prozent rechnet die Landesregierung mit einer um acht Prozent höheren Nachfrage. 

„Die Landesregierung zeigt mögliche Ideen und Projekte auf. Alle Vorschläge eint dabei, dass sie bisher nicht durchgeplant und auch nicht finanziert, aber grundsätzlich umsetzbar sind“, heißt es in dem Bericht. „Wir müssen den Bund dazu bringen, dass Regionalisierungsmittel nicht nur fortgeschrieben werden, sondern auch erhöht werden“, betonte ein Sprecher aus dem Kieler Verkehrsministerium. Dies betreffe vor allem Großprojekte wie beispielsweise das S-Bahn-Vorhaben „S<TH>4“ zwischen Hamburg und dem Umland in Schleswig-Holstein.

Bereits bis 2017 sollen laut LNVP weitere Neuerungen den Nahverkehr im Land attraktiver machen. Unter anderem bekennt sich das Land zu einem neuem Bahnhaltepunkt in Lübeck-Moisling. Auf der Strecke Lübeck–Hamburg sollen in der Stunde künftig drei statt bislang zwei Nahverkehrszüge pendeln. Auf der Strecke Lübeck–Burg/Fehmarn soll ein Express eingesetzt werden, der nur 45 Minuten benötigt. Aktuell bummelt die Regionalbahn 1:28 Stunden von Lübeck auf die Sonneninsel.

Weitere Ziele bis 2017: Der Regionalexpress nach Kiel soll weniger als 60 Minuten unterwegs sein und in Ratekau soll ein neuer Bahnhaltepunkt installiert werden. „Der LNVP ist für die Landesregierung eine klare Absichtserklärung: Wir wollen den Marktanteil des Nahverkehrs deutlich steigern“, erklärt der Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Während der Fahrgastverband Pro Bahn in Schleswig-Holstein den Bericht ausdrücklich begrüßt, kritisiert die Opposition ihn als „wenig überraschend“ und nennt Verkehrsminister Meyer einen „reinen Ankündigungsminister“.

Weiterlesen: Was sich Bahn-Reisende wünschen - eine Umfrage am Lübecker Hauptbahnhof

Von Jan Wulf

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