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Mehr Züge zwischen Kiel und Lübeck

Lübeck Mehr Züge zwischen Kiel und Lübeck

Auf der Bahnstrecke zwischen Kiel und Lübeck soll es künftig einen Halbstunden-Takt geben. Das kündigte SPD-Verkehrsminister Reinhard Meyer jetzt an. Bezahlt werden sollen die zusätzlichen Regionalzüge aus den 30 Millionen Euro extra, die das Land künftig pro Jahr als sogenannte Regionalisierungsmittel vom Bund bekommt.

Von Kiel aus sollen künftig mehr Regionalzüge in Richtung Lübeck rollen.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Lübeck/Kiel. Die Stadt Geesthacht soll wieder einen Bahnanschluss bekommen. Die Strecke nach Nettelnburg werde in den kommenden Jahren wieder geöffnet werden, kündigte SPD-Verkehrsminister Reinhard Meyer gestern in Kiel an. Bezahlt werden soll das aus den Extra-Millionen, die das Land bis 2031 jährlich vom Bund bekommt.

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Mehr Züge, mehr Strecken, WLan im Waggon: Zusätzliche Millionen aus Berlin sollen für Kunden das Fahren schöner machen.

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Erste Gutachten seien in Auftrag gegeben, sagte Meyer. Geesthacht sei die größte Stadt des Landes ohne Anbindung an den Schienenverkehr. Das wolle man mit der Wiedereröffnung der Verbindung in Richtung Hamburg-Bergedorf wieder ändern.

30 Millionen Euro bekommt Kiel mehr an sogenannten „Regionalisierungsmitteln“, 8,2 Milliarden Euro hatten die Länder dem Bund für diesen Topf für die kommenden 15 Jahre insgesamt abgehandelt. Mit dem Geld soll der öffentliche Nahverkehr in den Regionen verbessert werden.

Dazu soll auch der Einsatz neuer Züge auf der Strecke von Kiel nach Lübeck dienen. Der im Stundentakt fahrende Regionalexpress soll durch eine noch schnellere Regionalbahn ergänzt werden, so dass die Kieler am Ende beinahe im Halbstundetakt in die Hansestadt fahren können. Und umgekehrt. Teure Pläne, die Bahnstrecke in Teilen neu zu bauen, zu erweitern und schneller zu machen, würden hingegen nicht weiter verfolgt werden. Die wenigen Minuten Zeitersparnis, die das bringen würde, stünden in keinem Verhältnis zu Kosten und Umwelteingriffen. Und den meisten Kunden sei sicherlich viel mehr mit zusätzlichen Verbindungen und kürzeren Taktzeiten gedient.

Einen Großteil der Extra-Millionen aus Berlin werde man zudem in die Verbesserung der Pünktlichkeit stecken, kündigte Meyer an. Außerdem solle es überall WLan an Bord geben. E-Tickets sollen übers Handy gekauft werden können. Und: Es solle schon in wenigen Jahren einen einheitlichen norddeutschen Tarif geben. Dazu werde man weiter mit Hamburg und Niedersachsen verhandeln. Es dürfe dabei nicht einfach nur um eine Erweiterung des HVV-Gebietes gehen, sagt Meyer. Hole man Lübeck und Neumünster mit hinein, würde die Debatte dann in Ostholstein und Rendsburg beginnen. Die Tarife müssten stattdessen länderübergreifend vereinheitlicht werden, wichen in der Metropole und den Flächenländern teilweise zu stark voneinander ab. Im großstädtischen HVV-Tarif zum Beispiel seien Fahrten auf langen Strecken im Außenbereich vergleichsweise deutlich billiger als im Schleswig-Holstein-Tarif. Möglicherweise zu billig. Es könne bei einer Vereinheitlichung daher in Teilen des Netzes auch zu Tariferhöhungen kommen.

Zu den wichtigsten Investitionsprojekten, die mit der Geldspritze aus Berlin unterstützt werden sollen, gehört weiterhin der Ausbau der S-Bahn-Linien Hamburg–Kaltenkirchen (S21) und Hamburg–Bad Oldesloe (S4 Ost), der Ausbau der Strecke Wrist–Kellinghusen und die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberger Strand. Für die Westküste ist ein Schnellbus zwischen Itzehoe und Brunsbüttel vorgesehen. Die lange geplante Stadt-Regionalbahn für den Großraum Kiel hingegen wird es nicht geben, betonte Meyer noch einmal.

 Wolfram Hammer

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