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Wirtschaft im Norden Meine Wahlempfehlung: Dax-Rot-Gold
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Meine Wahlempfehlung: Dax-Rot-Gold
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18:22 21.09.2013

Ich als Börsenreporter gebe keine Wahlempfehlung. Für Sie mache ich heute eine Ausnahme. Nicht nur die Auswahl von Aktien ist eine Herausforderung, sondern auch die Auswahl aus den dauergrinsenden Politikern. Während man sein Portfolio immer umschichten kann, ist das in der Politik unmöglich. Letztlich wirft man seine Stimme für fünf Jahre in eine Urne, wo sie sanft ruht — und das auch noch in einem Lokal, einem Wahllokal. Für Börsen sind Wahlen wichtig, sagen Experten. Ich bin mir da nicht so sicher. Börsen reagieren eher auf Geldpolitik und amüsieren sich über Politiker, die sie notfalls immer retten. Zudem hat man beim Geld keinerlei Wahl. Man kann den Euro nur abwählen, wenn man ihn in etwas anderes tauscht.

Viele bunte Buchstaben stehen zur Auswahl: CDUSPDGRÜNEFDPLINKEAFD. Mit drei davon würden Börsianer die F-E-D wählen. Das ist in etwa das Gegenteil von bibeltreuen Christen und Tierschutzpartei, aber mit ihren Gelddruckern ein Garant für steigende Kurse und Preise. Die Zweitstimme ginge an die EZB.

Am Freitag sah man eine seltsame Gestalt an der Börse, dort laufen etliche herum, es war Frau Merkel, die dem Dax in den letzten fünf Jahren um 42 Prozent nach oben half — und seit ihrer Regentschaft um 151 Prozent. Das ist Unsinn, aber von einem Experten, der am Sonntag wählt.

Seit dem letzten großen Adrenalinstoß des Ex-Kanzlers wurde Gold in Euro 198 Prozent teurer. Mit Frau Merkel hat das auch nichts zu tun. Viel wichtiger ist, dass der ganze Wahlkampfspaß am Sonntag endet. Außerdem ändert Wählen nichts, sagte Kurt Tucholsky. Deshalb sind Wahlen auch noch nicht verboten.

• Weitere Analysen von Frank Meyer

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www.LN-online.de/frank_meyer

LN

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