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Wirtschaft im Norden Metaller-Warnstreiks in Lübeck
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20:18 09.01.2018
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Lübeck

Auch bei Gabler Maschinenbau, Gabler Thermoform und den Lübecker Kunststoffwerken (9 Uhr) und im Dräger-Stammwerk an der Moislinger Allee (11.30 Uhr) gibt es etwa einstündige Aktionen, „mit denen die Kolleginnen und Kollegen auf den aktuellen Stand in der Tarifauseinandersetzung gebracht werden“. Am Freitag geht es weiter bei der Firma Storebest (9.30 Uhr), bei Baader (11 Uhr) und bei Alu-Druckguss (13 Uhr).

„Wir bereiten uns schon jetzt auf längere Streiks vor, weil die Eskalation von den Arbeitgebern weitergetrieben wird“, sagte Friedrich. Wenn bei der dritten Verhandlungsrunde am Donnerstag, 18.

Januar, in Bremen keine Fortschritte erzielt würden, müsse man „auch in Lübeck die Zügel anziehen“. Ende Januar könnte es dann erstmals zu 24-Stunden-Streiks kommen. Hauptstreitpunkt ist die Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten. „Es geht darum, die Arbeitszeitpolitik für die Zukunft auszurichten“, sagte Friedrich. Gerade auch, um für Fachkräfte attraktiv zu sein.

Der Arbeitgeberverband Nordmetall warnte gestern vor der Ausweitung des Tarifkonflikts. „Mit den illegalen Warnstreiks begibt sich die IG Metall auf einen gefährlichen Kurs, der auch für die Arbeitnehmer nicht ohne Risiken ist“, sagte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch. „Einlenken statt eskalieren ist das Gebot der Stunde. Doch statt die Forderung nach einem Teilentgeltausgleich zurückzuziehen und sich auf ihre Kernpunkte Entgelt und Rückkehrrecht in Vollzeit zu konzentrieren, verursacht die IG Metall spürbare Produktionsausfälle und schädigt so viele Unternehmen.“ Für diese Maximalposition habe er keinerlei Verständnis, sagte Lambusch. Die IG Metall dürfe sich nicht wundern, wenn immer mehr Unternehmen den Nutzen des Flächentarifvertrages in Frage stellten und einen Verbandsaustritt erwägten.

Die Arbeitgeber hatten bisher zwei Prozent mehr Lohn sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro angeboten. Die IG Metall fordert dagegen sechs Prozent mehr Lohn sowie die Möglichkeit, die Arbeitszeit auf 28 Stunden pro Woche abzusenken.

Christian Risch

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