Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Milchbauern pochen auf schnelle Hilfe in der Krise

Milchbauern pochen auf schnelle Hilfe in der Krise

Hohe Erwartungen an den Gipfel am Montag – Landwirte im Norden fordern Bürgschaften des Bundes.

Voriger Artikel
Bayer bleibt bei Monsanto am Ball
Nächster Artikel
Nordkoreanische Zwangsarbeiter: Schuften für Kim – bis in den Tod

Berlin. „Bei den jetzigen dramatisch niedrigen Rohmilchpreisen zahlen alle Milchbauern drauf“, schimpft Peter Lüschow, Chef der Milcherzeugervereinigung in Schleswig-Holstein. 3800 Milchviehbetriebe gibt es im Norden. Noch, muss man leider sagen. Wie viele Bauern in der jetzigen Krise ihre Betriebe aufgeben müssen, ist nur schwer vorherzusagen. Kurz vor dem Milchgipfel, zu dem Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) für kommenden Montag Bauernverbände, Milchwirtschaft und Handel nach Berlin eingeladen hat, pochen die Milchbauern deutschlandweit noch einmal auf schnelle Hilfen in der jetzigen Absatz- und Preiskrise.

 

LN-Bild

Um ihre Forderungen zu unterstreichen, demonstrieren seit zehn Tagen bayerische Milchviehhalter vor dem Wahlkreisbüro des Bundesministers im fränkischen Neustadt an der Aisch. Der CSU-Politiker stellte im Gespräch mit den Landwirten gestern noch einmal „schnelle direkte Hilfen“ in Aussicht. Die Risiken des Milchmarktes müssten „fairer verteilt“ werden. Dazu brauche man auch die Verbraucher, erklärte Schmidt.

Udo Folgart, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sagte gestern in Berlin, dringlich seien Liquiditätshilfen und auch steuerliche Entlastungen für die betroffenen Betriebe. Wegen der eingebrochenen Preise könnten sie die Kredite nicht mehr bedienen und ausstehende Steuern nicht bezahlen. Peter Lüschow verlangte im Gespräch mit den LN Bundesbürgschaften für alte Kredite der Landwirte. Für zwei Jahre sollten bereits ausgereichte Darlehen gestreckt werden, damit die Betriebe überhaupt wieder Luft zum Überleben bekämen. Genau wie Folgart trat auch Lüschow für eine Mengenreduzierung bei Milch ein, die aber nicht staatlich geregelt werden könne. Er sprach sich dagegen für Vereinbarungen mit den Meiereien aus. Auch sollten die milchverarbeitenden Betriebe bestimmte Standardprodukte gemeinsam vermarkten, um „so dem mächtigen Einzelhandel die Stirn zu bieten“, meinte Lüschow. Die vier großen Einzelhandelskonzerne in Deutschland würden zwar mit Slogans wie Regionalität und Nachhaltigkeit werben, doch durch die fortgesetzte Preisdrückerei im Einkauf trieben sie die Milchbauern an den Rand des Ruins. Dabei seien viele Verbraucher gern bereit, etwas mehr für Milch- und Milchprodukte zu zahlen. Da Appelle allein nichts brächten, schlug Lüschow eine Vereinbarung mit dem Handel vor, damit Milch nicht weiter verramscht werde und der Mehrpreis auch bei den Bauern ankomme.

 Reinhard Zweigler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 13.005,50 +0,11%
TecDAX 2.487,50 +0,04%
EUR/USD 1,1784 -0,53%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LINDE 177,95 +2,88%
LUFTHANSA 25,80 +1,77%
DT. BÖRSE 92,66 +1,71%
SIEMENS 116,11 -1,22%
BMW ST 86,32 -1,03%
Henkel VZ 116,48 -0,99%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
Apus Capital Reval AF 112,38%
FPM Funds Stockpic AF 108,74%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.