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Wirtschaft im Norden Mildes Urteil für Schlecker
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20:10 16.10.2017
Stuttgart

. Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker steuert in dem Bankrottverfahren gegen ihn auf ein relativ mildes Urteil zu. Der Vorsitzende Richter am Stuttgarter Landgericht legte eine Liste mit Klagepunkten vor, die fallengelassen werden sollen – dadurch würde sich das mögliche Strafmaß wesentlich reduzieren. So würden bestimmte Rechnungen, die Schlecker für seine Kinder beglich, aus dem Raster des Verfahrens fallen. Die Staatsanwaltschaft wirft Schlecker unter anderem vorsätzlichen Bankrott vor – er soll von 2010 bis Anfang 2012 mehr als 25 Millionen Euro aus der Firma gezogen und an seine Familie verlagert haben, obwohl er dies wegen drohender Zahlungsunfähigkeit nicht hätte tun dürfen. Fielen besagte Rechnungen raus, würde die mögliche Schuld von Schlecker beträchtlich schrumpfen. Knackpunkt in dem Verfahren ist die Frage, ab wann genau die Zahlungsunfähigkeit drohte.

Die  Ankläger gingen bisher vom 31. Dezember 2009 aus, änderten kürzlich aber ihren Standpunkt und sprechen jetzt nur noch von Ende 2010. Der Vorsitzende Richter Roderich Martis nannte Januar 2011 als Zeitpunkt. Je später der Termin, desto mehr schrumpft die Schadenssumme. Die Staatsanwaltschaft will bis nächste Woche entscheiden, ob sie der Kürzung der Vorwurfsliste zustimmt.

LN

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