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Milliardenklage wegen VW-Abgasskandal

Braunschweig Milliardenklage wegen VW-Abgasskandal

Auch Anleger fordern Wiedergutmachung.

Braunschweig. . Für Volkswagen wird es nun auch im Streit mit Großinvestoren um die Folgen der Abgas-Affäre ernst: Eine Gruppe von 278 Profi-Anlegern reichte am Landgericht Braunschweig eine Klage auf 3,255 Milliarden Euro Schadenersatz ein. Darunter sind der größte US-Pensionsfonds Calpers und die Sparkassen-Fondstochter Deka. Auch bei der für Autofinanzierungen und Leasing zuständigen Tochter VW Financial Services (VWFS) wächst der Druck, den eigenen Sparkurs zu verschärfen — 2015 lief das Geschäft aber noch gut.

Eine Sprecherin des Gerichts bestätigte gestern den Eingang der Klage. Knapp ein halbes Jahr nach dem Ausbruch des Skandals um manipulierte Stickoxid-Messwerte bei Abgastests wird damit — neben mehreren Verfahren privater VW- Kunden — ein weiterer Konflikt zu einer juristischen Großbaustelle in der Heimat des Autobauers: der um die rechtzeitige Mitteilung der Probleme im September 2015. In den USA, wo das Diesel-Debakel begonnen hatte, drohen bereits Sammelklagen.

In Braunschweig soll es um die bisher mit Abstand größte Summe gehen. Dort seien nun inzwischen 67 Klagen eingegangen, hieß es aus dem Landgericht. Die Gesamtsumme auf Schadenersatz daraus belaufe sich auf mehr als 3,7 Milliarden Euro.

Bei den Vorwürfen geht es darum, ob VW seiner Auskunftspflicht gegenüber Aktionären nachgekommen ist.

LN

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