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Mit Hündin und Hendrix auf Tour

Roseburg Mit Hündin und Hendrix auf Tour

Nach fast 40 Jahren der Renault-4-Abstinenz fand Harald Freytag zu seiner „alten Liebe“ zurück.

Roseburg — „Wenn ich in Hamburg mit meinem R4 an einer roten Ampel stehe, verrenken sich schon einige den Kopf“, erzählt Harald Freytag grinsend. Als einer von über einem Dutzend Lesern hatte er ein Foto seines R4 an die LN geschickt. Vor zwei Jahren zog der ehemalige Requisiteur, der nun im Vorruhestand ist, aus der Hansestadt nach Roseburg im Herzogtum Lauenburg. Die Landschaft hier sei wunderschön, berichtet der 64-Jährige, „einfach toll zum Motorrad- oder R4-Fahren“.

Vor eineinhalb Jahren kaufte sich Freytag einen R4 — seinen zweiten. „Anfang der siebziger Jahre hatte ich schonmal einen“, erklärt er. „Obwohl die Achshalterung bald durchgerostet war, habe ich gute Erinnerungen an diesen Wagen.“ Diesmal sollte es ein R4 Fourgonette sein, ein Kastenwagen Baujahr 1986, „um etwas mehr transportieren zu können“. Auch Hündin „Emmy“ weiß das Auto ihres Herrchens zu schätzen und darf mitunter sogar auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. „Das macht sie am liebsten“, sagt Freytag.

Jüngere könnten seine Liebe zum R4 nicht verstehen. „Keine Power, kein Komfort, sagen die und schütteln den Kopf.“ Tatsächlich hat Freytags „Fast-Oldtimer“ — drei Jahre fehlen hierzu noch — weder Servolenkung noch ABS. Lust, am Auto zu schrauben, sollten R4-Fahrer haben. Freytag weiß sogar den Unannehmlichkeiten Positives abzugewinnen: „Man hat immer zu tun, manchmal geht ein Blinker nicht oder es gibt einen Wackelkontakt.“ Als einmal auf der Autobahn eine Zündkerze den Dienst quittierte, war dies kein größeres Problem. In weiser Voraussicht hatte Freytag eine neue Zündkerze im Gepäck.

„Mein Werkzeug habe ich auch immer dabei“, fügt der Autoliebhaber hinzu. Trotz des fehlenden Airbags glaubt Freytag, dass der R4 ein sicheres Vehikel ist. „Man fährt ruhiger und vorsichtiger, denn ab 90 km/h spürt und hört man, dass es sehr schnell ist“, erläutert er. Die Höchstgeschwindigkeit des 4-Zylinder-Wagens mit 29 PS liegt bei 105 km/h.

Ein Radio mit Kassettenrekorder hat Freytag in seinen R4 eingebaut. Aus den kleinen Boxen tönen seither Jimi Hendrix und The Doors von selbstbespielten Kassetten, manchmal auch Klassik aus dem Radio.

„Eine Landstraße zwischen Feldern, Musik an, Fenster auf — das macht Spaß“, findet er. Mit seinem R4, den er „auch bei Schnee und Eis“ fährt, hat Freytag noch einiges vor. Zunächst sollen neue Kotflügel angebaut werden. Auf einer Tour nach Frankreich, der Heimat des R4, will er „Schrottplätze nach Ersatzteilen durchsuchen“. Und er möchte mit seiner Frau Gabi nach Schweden reisen. Im R4, natürlich.

• Weitere R4-Bilder von Harald Freytag und vielen anderen Lesern finden Sie in einer Bildergalerie auf LN-Online.de/fotos

Georg Meggers

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