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Mit Wachs und Gips: Sie sorgt für den richtigen Biss

Lübeck Mit Wachs und Gips: Sie sorgt für den richtigen Biss

Kamila Kleszcz (35) arbeitet als Zahntechnikerin bei Flemming Dental Lübeck.

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Hier muss alles genau angepasst werden: Zahntechnikerin Kamila Kleszcz (35) prüft den Biss mit einer Farbfolie.

Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob

Lübeck. Mit geschultem Auge und viel Feingefühl geht Kamila Kleszcz an die Arbeit. Im Labor bei Flemming Dental in Lübeck sitzt die Zahntechnikerin vor einer provisorischen Zahnprothese des Unter- und Oberkiefers. Das Teil befindet sich in einem Scharnier, mit dem die Bewegungen des menschlichen Unterkiefers nachgeahmt werden können: Schließlich soll der Patient, dem ein paar Zähne gezogen wurden, auch künftig wieder kraftvoll zubeißen können.

LN-Bild

Kamila Kleszcz (35) arbeitet als Zahntechnikerin bei Flemming Dental Lübeck.

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42 Mitarbeiter

Flemming Dental ist aus dem Unternehmen Utermöhl Zahntechnik hervorgegangen. Von der provisorischen Versorgung bis hin zur komplexen, implantatgetragenen Prothetik einschließlich der 3D-Computertechnik bietet das Unternehmen das gesamte Spektrum des Zahnersatzes an. Aktuell sind 42 Mitarbeiter im Labor beschäftigt.

Zur Überbrückung der Ausheilphase muss das Dentallabor eine Übergangsprothese herstellen. Grundlage für ein solches Provisorium ist ein vom Zahnarzt genommener Abdruck des Ober- und Unterkiefers. Aus diesem Abdruck fertigt die Zahntechnikerin ein Wachsmodell der Prothese. Damit der Biss passt, das heißt, damit die Zähne des Unter- und Oberkiefers genau aufeinandertreffen, muss Kleszcz mittels einer einseitig rot eingefärbten Folie prüfen, ob alles stimmt. Da, wo die Zähne nicht richtig aufeinandertreffen, färbt die Folie nicht ab.„Dann muss ich nachschleifen“, sagt die Technikerin.

Ist der Biss in Ordnung, nimmt die Zahntechnikerin einen Gipsabdruck, brüht das Wachs aus und füllt die Form mit Kunststoff – fertig ist die mundbeständige Prothese, die vom Zahnarzt eingesetzt werden kann.

„Die Arbeit im Team macht Spaß“, sagt die Zahntechnikerin, die seit einem halben Jahr im Dentallabor tätig ist. „Außerdem ist der Beruf vielseitig und bietet jeden Tag etwas Neues.“ Seit jeher schlägt das Herz der 35-Jährigen für die Feinmechanik, das Basteln und den Umgang mit verschiedenen Werkstoffen: Wachs, Knete, Draht und Gips, das ist die Welt der Frau, die als Hobby ihren Beruf nennt. Aber die handwerkliche Arbeit, die Kleszcz und ihre Kollegen verrichten, ist deutlich rückläufig. „Mehr und mehr rückt die digitale Computertechnik in den Vordergrund“, sagt Gregor Kalus (60), geschäftsführender Gesellschafter des Dentallabors. Mittels der computerunterstützenden 3D-Zeichentechnik und einer ebenfalls vollständig digitalisierten Frästechnik ließen sich die händischen Schritte exakt nachahmen.

Rüdiger Jacob

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