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Wirtschaft im Norden Morgen auch Warnstreiks in Lübeck
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21:19 19.04.2016
Sie streikten schon Anfang April: Gewerkschafter auf dem Münchener Marienplatz. Quelle: Marc Müller/dpa

Im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes gab es gestern die ersten offiziellen Warnstreiks im Norden. Damit erhöht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber. Karin Hesse, Leiterin des Verdi-Landesbezirks Nord, nannte das „angebliche Angebot“ von drei Prozent eine Mogelpackung. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Die Arbeitgeber versuchen in Zeiten von größten Haushaltsüberschüssen in der Geschichte der Bundesrepublik, ihre Beschäftigten von der Reallohnentwicklung abzuhängen und einen Reallohnverlust zu generieren“, sagte Hesse. „Auf diese Provokation gibt es nur eine Antwort: Wir werden nun auch hier im Norden die gesamte Bandbreite des Öffentlichen Dienstes in Warnstreiks rufen.“ Schwerpunkte der Aktionen waren gestern die Regionen Schleswig-Flensburg und die Westküste. Bestreikt wurden unter anderem das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg, die Helioskliniken und die Stadtwerke in Flensburg und Schleswig, der Bundeswehrstandort Jagel und das Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning.

„Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 28. April in Potsdam wollen wir in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einen Gang raufschalten“, sagte Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky. Heute sind Aktionen in Eckernförde, Rostock und Neubrandenburg geplant, morgen ruft die Gewerkschaft zu Warnstreiks in der Region Lübeck auf. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft ihre Mitglieder morgen zu Warnstreiks auf. Schwerpunkte sind Kiel, Neumünster, Norderstedt und die Kreise Pinneberg und Steinburg. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent mehr Geld für ein Jahr verlangt. In Hamburg will Verdi am Freitag mit zwei Kundgebungen und einem Demonstrationszug den Forderungen der 20 000 Beschäftigten und Beamten aus städtischen Betrieben sowie der Bundesverwaltung Nachdruck verleihen.

Von cri

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