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Wirtschaft im Norden Müssen Milchbauern entschädigt werden?
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21:35 24.05.2016

Im Vorfeld des Milchgipfels am 30. Mai bei Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Bundesregierung aufgefordert, für eine Reduzierung der produzierten Milchmengen zu sorgen. „Der Bund darf sich in dieser Frage nicht wegducken“, sagte Habeck den LN.

Ein Milchgipfel, der ohne substanzielles Ergebnis bleibe, helfe niemandem, warnte der Grünen-Politiker. Er kritisierte zugleich, dass weder die Agrarminister der Länder, noch der Bundesverband Deutscher Milchviehalter (BDM) zum Milchgipfel eingeladen worden seien. Gerade in den Bundesländern wären die dramatischen Folgen der desaströs niedrigen Milchpreise zu spüren.

Die Bauern müssten für eine Mengenreduzierung entschädigt werden, sagte der Kieler Minister der „Süddeutschen Zeitung“ und fügte hinzu: „Dafür brauchen wir Geld. Fast eine Milliarde Euro.“ Habeck warnte vor einem beschleunigten Höfesterben in Deutschland. „Der Strukturwandel verschärft sich derzeit in hohem Tempo. Wohl fünf Mal mehr Milchviehbetriebe als bisher werden aufgeben – zehn Prozent pro Jahr“, so der Minister. In fünf Jahren werde so die Hälfte der Betriebe verschwinden. Die Produktionskapazitäten würden von größeren Betrieben übernommen. Die Folge seien ein Kulturwandel im ländlichen Raum und eine weitere Entfremdung von Bauern und Verbrauchern. rz

LN

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