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Wirtschaft im Norden Nach dem Air-Berlin-Aus: Müssen Reisende mehr zahlen?
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20:14 16.10.2017
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Frankfurt am Main

Die Wettbewerber von Air Berlin hätten sich auf das Ende der Fluggesellschaft vorbereitet und ihr Angebot auf attraktiven Verbindungen ausgebaut, sagt Herzog. Mittelfristig erwartet der Manager jedoch eher steigende Preise. Im Europaverkehr sieht Herzog jetzt schon diesen Trend auf Verbindungen, wo die Konkurrenz durch Air Berlin entfällt. „Auf der Strecke Frankfurt–Zürich ist bereits zu sehen, was passiert, wenn der Wettbewerb schwindet: hohe Ticketpreise“, sagte Herzog.

„Der Wegfall der Air Berlin/Niki bedeutet nur scheinbar weniger Wettbewerb“, hieß es bei Alltours. Zwar falle eine Airline weg, deren Kapazitäten blieben aber zum größten Teil durch die Übernahme erhalten. Zugleich hätten Fluggesellschaften wie zum Beispiel Tuifly, Germania und Small Planet ihr Angebot ausgebaut, neue Anbieter seien hinzu gekommen. „Insgesamt hat der Flugmarkt für Urlaubsreisen im Sommer 2018 trotz der Air-Berlin-Insolvenz etwa zehn Prozent mehr Kapazitäten als im Sommer 2017“. Insgesamt blieben die Flugpreise für den kommenden Sommer stabil.

Nach Air Berlin will die Lufthansa nun auch Teile der insolventen Alitalia erwerben. Lufthansa habe ein Angebot für Teile des weltweiten Netzverkehrs und für Direktverbindungen in Europa abgegeben, teilte Deutschlands größte Fluggesellschaft mit. Über die Details sei mit den Sonderverwaltern von Alitalia Stillschweigen vereinbart worden. Nach einem Bericht der Zeitung „Corriere della Sera“ will Lufthansa 500 Millionen Euro bieten. Der Plan enthalte zudem den Abbau von rund 6000 Arbeitsplätzen sowie die Streichung von Kurz- und Mittelstreckenflügen, schrieb das italienische Blatt.

LN

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