Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Netzagentur gegen Extrakosten beim Ausbau

Bonn Netzagentur gegen Extrakosten beim Ausbau

Gas- und Stromleitungen sind ein staatlich reguliertes Geschäft – Wie hoch die Renditen für die Netze sein dürfen, ist umstritten.

Voriger Artikel
Werke der insolventen German Pellets GmbH an Käufer übergeben
Nächster Artikel
Bauern freuen sich auf ein gutes Kartoffeljahr

Eine Starkstromleitung: Zum Abtransport der Windenergie ist der schnelle Ausbau des Stromnetzes notwendig.

Quelle: Martin Schutt/dpa

Bonn. . Im parlamentarischen Verfahren zur Finanzierung des Gas- und Stromnetzausbaus beklagt die Bundesnetzagentur milliardenschwere Zusatzwünsche der Länder, die von den Verbrauchern finanziert werden müssten. Wenn die laufende Reform der sogenannten Anreizregulierungsverordnung gemäß den Wünschen des Bundesrats-Wirtschaftsausschusses verändert würde, drohten Mehrkosten von 3,5 Milliarden Euro bis 2028, sagte der Leiter der Energieabteilung, Achim Zerres.

Voraussichtlich am 8. Juli wird die Verordnung im Bundesrat in einer Plenarsitzung diskutiert. Die Netzbetreiber widersprachen über den Branchenverband BDEW der Kritik. Die Vorschläge im Bundesrats-Ausschuss seien „sinnvolle Abmilderungen“, erklärte der BDEW. „Eine Kapitalvernichtung bei den Verteilnetzbetreibern ist nicht das richtige Signal für die erforderlichen Energiewende-Investitionen.“ Bau und Betrieb der Netze kosten die Verbraucher nach Branchenschätzungen derzeit pro Jahr etwa 18 Milliarden Euro beim Strom und rund 5,5 Milliarden beim Gas.

Da es bei den Leitungsnetzen keinen natürlichen Wettbewerb gibt, werden die Erlöse der Versorger staatlich reguliert. Die Verbraucher bezahlen sie über die Netzentgelte, die seit Jahren steigen und bereits mehr als ein Fünftel des Strompreises ausmachen. Die künftigen Regulierungsvorgaben stehen im Mittelpunkt des Streits. Die Länder hatten auf eine Reform mit Erleichterungen für die Netzbetreiber gedrungen, um ein besseres Klima für Neuinvestitionen zu schaffen und so die Energiewende voranzutreiben.

Der Anfang Juni im Bundeskabinett verabschiedete Verordnungsentwurf kommt einigen Wünschen entgegen. Vor allem sollen Investitionen der Netzbetreiber danach sofort berücksichtigt werden. Im Bundesrats-Ausschuss hatten die Länder aber weitere Erleichterungen gefordert. Unter anderem dringen sie darauf, dass die Unternehmen bereits finanzierte Anlagen bei der Berechnung der Netzentgelte weiter ansetzen dürfen. Außerdem sollten Vorgaben an die Netzbetreiber zur Steigerung der Effizienz begrenzt werden.

Diese Forderungen brächten reine Zusatzgewinne der Energieversorger auf Kosten der Haushalte und Unternehmen, die sich fachlich nicht rechtfertigen ließen, kritisierte der Netzagentur-Abteilungsleiter.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 10.662,00 +1,41%
TecDAX 1.698,50 +0,72%
EUR/USD 1,0647 +1,06%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

VOLKSWAGEN VZ 121,55 +2,68%
DAIMLER 63,94 +2,57%
BMW ST 81,75 +2,57%
LINDE 156,35 +0,08%
E.ON 6,12 +0,51%
FMC 73,21 +1,05%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
AXA IM Fixed Incom RF 139,36%
Polar Capital Fund AF 106,14%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.