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Netzagentur senkt Garantierenditen

Bonn Netzagentur senkt Garantierenditen

Kunden könnten profitieren: Millionen-Entlastung in Aussicht.

Bonn. . Lichtblick für Strom- und Gaskunden: Die staatlich garantierten Renditen für Strom- und Gasleitungen werden in den nächsten Jahren deutlich sinken. Das gab die Bundesnetzagentur bekannt. Experten schätzen die Entlastung der Kunden durch die Absenkung der Netzrenditen auf insgesamt 650 Millionen Euro pro Jahr.

Der Schritt erfolge im Interesse der Verbraucher und spiegele die seit längerem niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten wider, betonte der Präsident der Aufsichtsbehörde, Jochen Homann. Für einen Durchschnittshaushalt dürfte die Entlastung allerdings weniger als zehn Euro im Jahr ausmachen.

Und selbst ob davon am Ende etwas übrig bleibt, darf bezweifelt werden, denn an anderer Stelle sorgt die Energiewende nach wie vor für steigende Stromkosten. So wird die sogenannte EEG-Umlage zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne im nächsten Jahr von derzeit 6,36 Cent auf wohl 6,88 Cent steigen. Allein dies würde für die deutschen Verbraucher nach Berechnungen des Vergleichsportals Check 24 im kommenden Jahr mehr als 800 Millionen Euro Zusatzkosten bedeuten.

Der Hintergrund der Neuregelung bei den Netzrenditen: Wenn Energiekonzerne oder Stadtwerke neue Strom- und Gasleitungen bauen, bekommen sie dafür staatlich garantierte Renditen. Bislang betrug der von der Bundesnetzagentur festgelegte Eigenkapitalzinssatz dabei 9,05 Prozent bei neuen Anlagen und 7,14 Prozent bei bestehenden. Künftig sinkt er um rund ein Viertel auf 6,91 beziehungsweise 5,12 Prozent. Die neuen Zinssätze gelten für Gasnetzbetreiber von 2018 an, für Stromnetzbetreiber von 2019 an.

Auf Bedenken stieß der Schritt der Aufsichtsbehörde beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der nun von der Bundesnetzagentur festgelegte Zinssatz liege „auf einem der letzten Plätze in Europa“, kritisierte der BDEW-Vorsitzende Stefan Kapferer. „Es bleibt abzuwarten, ob Investoren auf dieser Basis bereit sind, die erforderlichen Finanzmittel in Milliardenhöhe zügig bereitzustellen.“ Verzögerungen beim Netzausbau könne sich Deutschland nicht leisten.

LN

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