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Neue Hoffnung für alten Schandfleck

Grevesmühlen Neue Hoffnung für alten Schandfleck

Philip Poppe hat IHT-Gelände ersteigert. Jahnstraße soll 2014 saniert werden. Brückenneubau ist im Plan.

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Grevesmühlen. Das Gebiet rund um die Bahnschienen in Grevesmühlen wird zur Großbaustelle. Im kommenden Jahr sollen gleich mehrere richtungweisende Projekte begonnen oder abgeschlossen werden. Neue Hoffnung gibt es dabei für den alten Schandfleck IHT-Gelände, das nach mehreren Anläufen nun endlich unter den Hammer gekommen ist. Der Bargfeld Steger Philip Poppe erhielt bei der Versteigerung den Zuschlag für 154 000 Euro. Vor allem die Mieter auf dem knapp 17 000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Baufirmahoffen nun auf bessere Zeiten. Anfang 2014 soll zudem die Sanierung der Jahnstraße beginnen. Die Arbeiten an der Bahnbrücke laufen nach Auskunft des Landesministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung nach Plan. Das Supermarktprojekt Aldi/Markant ist hingegen ins Stocken geraten (siehe Artikel oben rechts).

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Philip Poppe (55) ist der neue Eigentümer des IHT-Geländes. Ihm gehört bereits ein Handwerkerhof im Grünen Weg.

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Am Montag ließ sich der neue Eigentümer des IHT-Geländes erstmals nach der Versteigerung auf dem Gelände blicken. Ausführlich wird er sich am kommenden Dienstag den Mietern dort vorstellen. Um 18 Uhr beginnt eine Mieterversammlung. „Das Gelände muss attraktiver gemacht werden“, sagt Iris Nimz. Die 52-Jährige ist Betreiberin einer Frühstücks- und Mittagskantine auf dem Gelände. „Im letzten Jahr ging hier alles drunter und drüber“, sagt auch Silvio Jezorke, Inhaber einer Lackiererei. Einen Ansprechpartner zu finden sei mehr als problematisch gewesen, Telefonanschlüsse wurden gekappt, ein Großteil der Mieter — auf dem Gelände gibt es auch Wohnungen — müssen seit dem Frühjahr ohne Heizungswärme auskommen.

Auch in der Stadtverwaltung zeigte man sich erfreut über die gelungene Versteigerung. Bürgermeister Jürgen Ditz (parteilos): „Da uns der neue Eigentümer bekannt ist und sein Handwerkerhof am Grünen Weg eine erfreuliche Entwicklung genommen hat, hegen wir die Hoffnung, dass der er auch hier neue Impulse setzen kann.“

Philip Poppe möchte sich vor allem der vielen kleinen Probleme annehmen. „Es wird keine Luxussanierung geben. Die bestehende Gemeinschaft soll beibehalten werden“, sagte der 55-Jährige. Etwa 15 verschiedene Gewerbetreibende sind auf dem Gelände ansässig. Im nächsten Jahr sollen vor allem Reparatur- und Verschönerungsarbeiten geleistet werden. Poppe verspricht sich vor allem von dem dreistöckigen Hauptgebäude eine Menge. Das Haus wurde zu Zeiten des Malzfabrik-Umbaus als Kreisverwaltung genutzt. Von den rund 1400 Quadratmetern Bürofläche seien gerade einmal etwa 100 vermietet.

IHT, der ehemals größte Baubetrieb des Landkreises, war 2001 in die Insolvenz geraten.

Während sich hier nun Licht am Horizont abzeichnet, leiden die Mieter auf dem Gelände vor allem unter der Baustelle Bahnbrücke. „Wir sind abgehängt. Für einige hier wird es mittlerweile existenziell bedrohlich“, sagt Silvio Jezorke. Gerüchten zufolge soll sich die Fertigstellung verzögern. „Davon ist uns nichts bekannt“, schreibt das Infrastrukturministerium auf Anfrage. Derzeit laufe bereits der dritte Bauabschnitt, die Straßensanierung. Geplanter Fertigstellungstermin: Mai 2014.

Im Frühjahr wird sich wohl auch in der Jahnstraße etwas tun. Nachdem alle Grundstücksfragen geklärt sind, sollen noch in diesem Jahr die Ausschreibungen rausgehen, heißt es vonseiten der Stadt. Nach der Frostperiode werde das Land mit der Sanierung der Jahnstraße starten.

Grevesmühlen baut um: Der Süden der Stadt bekommt ein neues Gesicht
Auch die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (Wobag) Grevesmühlen hat bei Auktion in Rostock zugeschlagen. Für den Grundpreis von 19 500 Euro erwarb die Gesellschaft das 1195 Quadratmeter große Grundstück in der August-Bebel-Straße 26 (Foto) in Grevesmühlen. „Wir hatten schon lange ein Auge auf das marode Gebäude geworfen, doch es war lange zu teuer. Jetzt hat der Preis gestimmt“, erklärte Geschäftsführerin Uta Woge. Doch bevor etwas mit dem Gebäude geschieht, können nach Woges Angaben durchaus noch drei Jahre vergehen. „Das Haus ist ein toller Platz in Grevesmühlen. Den wollten wir uns sichern. Allerdings haben wir noch kein Konzept. Das werden wir in aller Ruhe entwickeln und dann entscheiden, zumal das Haus unter Denkmalschutz steht“, sagte Woge.
Aldi/Markant: Krisensitzung anberaumt
In der Auseinandersetzung zwischen der Stadt Grevesmühlen und dem Amt für Raumordnung und Landesplanung zum geplanten Supermarkt auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände scheint es keine Einigung zu geben. „Es ist schwierig. Man kommt auf keinen gemeinsamen Nenner“, sagte Stadtsprecherin Regina Hacker gestern. Am kommenden Montag ist deshalb eine Sondersitzung der Stadtvertreter anberaumt. Ab 18.30 Uhr will die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Stadtvertretern das weitere Vorgehen besprechen. Die Landesplanung hatte Anfang August das Vorhaben negativ bewertet. Damit wäre ein Bebauungsplan unmöglich. Auch ein Treffen zwischen Vertretern des Amtes und der Stadt blieb ohne Einigung.

Sondersitzung der Stadtvertretung Grevesmühlen: Montag, 23. September, 18.30 Uhr, Rathaussaalron

Maik Freitag und Robert Niemeyer

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