Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Neue Rezeptur für Lebensmittel
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Neue Rezeptur für Lebensmittel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:36 14.06.2018

Die Botschaft der Weltgesundheitsorganisation, den Zuckerkonsum einzuschränken, scheint angekommen: „Wir wollen die Verbraucher unterstützen, ein gesundes und aktives Leben zu führen. Zentraler Baustein ist dafür eine ausgewogene und bewusste Ernährung“, erklärt Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka AG. „Daher ist es nur konsequent, dass wir die Rezepturen unserer Eigenmarken permanent verbessern.“

Bei mehr als 150 Produkten aus dem Sortiment Getränke, Grundnahrung, Konserven und Tiefkühlprodukten ist es dem Lebensmittelhändler Edeka in den letzten vier Jahren bereits gelungen, den Zuckergehalt um durchschnittlich zehn Prozent zu senken, teilte der Genossenschaftsverbund in Hamburg gestern mit. Bei Cerealien sei der Zuckergehalt seit 2013 um bis zu 30 Prozent verringert worden, bei Erfrischungsgetränken um bis zu 25 Prozent. Und auch der Salzgehalt konnte in den Eigenprodukten um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt werden; einige Produkte wie Garnelen kommen mittlerweile sogar komplett ohne Salz aus.

Und Edeka ist nicht allein im Kampf um den Zucker: Auch der Discounter Lidl hat sich verpflichtet, Zucker und Salz in den Eigenmarken-Produkten bis zum Jahr 2025 um 20 Prozent zu senken.

Strategien zur Reduzierung von Zucker und Salz im Eigenmarkensortiment hat sich auch die Rewe Group überlegt: „Im Laufe des Jahres 2018 sollen mindestens 100 ausgewählte Pilot-Produkte sukzessiv ins Sortiment aufgenommen werden – mit weniger Zucker und Salz“, so Raimund Esser, Leiter der Unternehmenskommunikation der Supermarktkette.

Wie viel aber bringt die Reduktion der Saccharose, also des Haushaltszuckers, in Lebensmitteln? „Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Gudrun Köster von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Trotzdem, so ergänzt sie, komme es darauf an, wie sich der Verbraucher generell ernähre und wie hoch der jeweilige Bestand von Zucker und Salz in der ursprünglichen Rezeptur war.

Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geplante nationale Reformulierungsstrategie setzt die Änderung von Lebensmittelrezepturen voraus, sprich: die Reduktion von Zucker, Salz und Fett. „Das setzt auch die Lebensmittelhändler unter Druck, die den Richtlinien mit freiwilligen Einsparungen zuvorkommen“, so Köster.

Josephine Andreoli

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schlechte Zeiten für Allergiker: Einige Medikamente sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt lieferbar. Darauf weist die Apothekerkammer Schleswig-Holstein hin. Grund ist die lange Schönwetterperiode, in der sich die Pollen stark vermehrt haben. Bis zu 350000 Menschen im Land sind betroffen.

15.06.2018

Die Hamburger Alster-Schwimmhalle wird von 2020 an vier Jahre lang geschlossen und umfassend modernisiert.

14.06.2018

Ungeachtet des neuen Telemedien-Staatsvertrags mit Regelungen zu den Online-Angeboten von ARD und ZDF will der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ein Urteil zu seiner „Tagesschau“-App überprüfen lassen.

14.06.2018
Anzeige